Startseite / Fußball / Gütersloh-Trainer Hesse: „Wir sind immer noch Feierabend-Fußballer“

Gütersloh-Trainer Hesse: „Wir sind immer noch Feierabend-Fußballer“

Beim Regionalligisten steht nach Klassenverbleib personeller Umbruch an.


In der ersten Saison nach dem Aufstieg in die Regionalliga West bleibt dem FC Gütersloh eine „Zitterpartie“ auf der Zielgeraden erspart. Obwohl der ehemalige Zweitligist aus den letzten fünf Spielen nur zwei von möglichen 15 Zählern eingefahren konnte, können die FCG-Verantwortlichen zwei Spieltage vor Schluss in aller Ruhe die Planungen für die kommende Spielzeit weiter forcieren.

„Die Rückrunde ist schon sehr zäh verlaufen“, bemerkt FCG-Trainer Julian Hesse (Foto). Als einen der Gründe dafür nennt der 35-Jährige unter anderem die langfristigen Ausfälle der beiden Mittelfeldspieler Patrik Twardzik (31/zwei Muskelfaserrisse) und Lennard Rolf (24/Schambein-Entzündung), die nur schwer aufzufangen waren.

Unter dem Strich bleibt jedoch schon jetzt ein positives Fazit. „Trotz einiger Probleme sehe ich unsere erste Spielzeit in der Regionalliga als großen Erfolg an“, führt Hesse aus. „In den letzten Jahren sind viele Aufsteiger sofort wieder abgestiegen. In dieser Saison ist es nicht anders. Wir aber haben unsere Ziele zu 100 Prozent erreicht, uns über die gesamte Spielzeit weitgehend von der Gefahrenzone ferngehalten und sind aktuell sogar der beste Aufsteiger.“

Dass der Traditionsverein, der im nächsten Jahr einen Zusammenschluss mit dem benachbarten Frauen-Zweitligisten FSV Gütersloh anstrebt, nach dem Klassenverbleib schon in der kommenden Saison bereit für die nächsten Schritte sein könnte, verneint Hesse deutlich. „Wir sind immer noch Feierabend-Fußballer, werden auch in der kommenden Spielzeit wieder den Klassenverbleib als Zielsetzung ausgeben. Alles andere wäre Träumerei“, so der dienstälteste Trainer der Liga (seit März 2019 im Amt). „Aufgrund unseres Etas und der strukturellen Möglichkeiten müssen wir uns weiterhin im unteren Drittel der Liga einordnen“, so Hesse, der sich von der für 2025 geplanten Fusion, die von den Mitgliedern beider Vereine noch beschlossen werden muss, für die Zukunft „eine größere Reichweite“ erhofft, die das Interesse von zusätzlichen Sponsoren wecken könnte.

Vor dem abschließenden Heimspiel an diesem Samstag gegen die U 21 des 1. FC Köln haben die Ostwestfalen personell bereits erste Weichen für die nächste Saison gestellt. Jeffrey Obst (30), Pascal Widdecke (29), Marcel Lücke (28) und Kapitän Tim Manstein (34) werden den Verein definitiv verlassen. Der eine oder andere wird noch dazukommen. „Mit insgesamt sieben bis acht Abgängen steht uns erneut ein Umbruch im Kader bevor“, meint Hesse.

Im Gegenzug haben die Gütersloher mit Phil Beckhoff (24/Wuppertaler SV) und Jannik Borgmann (26/Rot Weiss Ahlen) aber auch schon zwei regionalligaerfahrene Neuzugänge verpflichtet. Mittelstürmer Luis Frieling (21/SpVgg Vreden) und Abwehrspieler Henri Bollmann (18/SCV Neuenbeken) sollen an das Niveau in der 4. Liga herangeführt werden. „Wir halten weiterhin Augen und Ohren offen, wollen noch drei bis vier Spieler verpflichten“, kündigt Trainer Hesse an.

Foto-Quelle:  FC Gütersloh

Das könnte Sie interessieren:

Düsseldorf: „Fortuna für alle“ wird auch in dieser Saison fortgesetzt

Zweitligist gibt vier weitere Freispiele für Spielzeit 2024/2025 bekannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert