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Galopp Krefeld: 94:10-Außenseiterin Sainte Marie siegt am Ladies‘ Day

Rennclub zeigt sich mit Besucherzahl und Umsatzergebnis zufrieden.


Edle Vollblüter und schicke Hüte: Wieder einmal erwies sich der Ladies‘ Day auf der Krefelder Galopprennbahn als ein rundum gelungenes Turf-Fest. „Der Krefelder Rennclub bedankt sich bei allen Besuchern, vor allem den zahlreichen Damen und Kinder, die mit einer tollen Kopfbedeckung zu unserer Veranstaltung erschienen sind“, so Tania Cosman, die 2. Vorsitzende des Krefelder Rennclubs. 3.500 Zuschauer*innen bildeten einen tollen Rahmen zum zweiten Renntag des Jahres.

Das Hauptrennen beim Ladies‘ Day-Renntag im Krefelder Stadtwald war das „Rennen der Winzergenossenschaft Oberrottweil“. In dieser Prüfung über 2.050 Meter kamen viele Pferde aus absoluten Top-Rennställen des Landes an den Start. Aus Krefeld versuchte Erika Mäders North Hunter sein Glück, der aber den Nachteil hatte, erstmals in diesem Jahr an den Start zu gehen. Der Lokalmatador landete dann allerdings nach einem schlechten Rennverlauf auch nur auf dem fünften Platz unter neun Teilnehmern.

Der Sieg in dem mit 13.000 Euro dotierten Rennen ging nach Mülheim an der Ruhr, an den Stall von Trainer Marcel Weiß. Für diesen siegte die von Sean Byrne gerittene 94:10-Außenseiterin Sainte Marie (Foto) nach Kampf mit einem Hals Vorsprung gegen die lange mit deutlichem Vorteil führende Marmara Star. „Sie hat toll gekämpft bis zum Schluss, genau am Zielpfosten war sie vorne“, freute sich Siegreiter Sean Byrne, der am Stall von Marcel Weiß beschäftigt ist. Platz drei ging an die aus Hoppegarten angereiste Rose of Lips, womit im Hauptrennen des Ladies‘ Day-Renntages am Ende drei Stuten vorne waren. In diesem Rennen wurde die Viererwette ausgespielt, sie zahlte stolze 12.070 für zehn Euro. Zehn Wetter konnten sich so über einen dicken Gewinn freuen.

Zweimal Adrie de Vries erfolgreich

Begonnen hatte der Ladies‘ Day-Renntag im Stadtwald mit dem „European Mondial 1-2024“, einem 1.700 Meter-Rennen für die Arabischen Vollblüter. Der Sieg ging dabei an die aus den Niederlanden angereiste 16:10-Favoritin Papillion T, die vom niederländischen Klasse-Jockey Adrie de Vries geritten wurde und überlegen gegen Zoi und Ainhoa Petrucio gewann. Für ihren Reiter, der über Winter stets in Dubai reitet, war es der erste Deutschlandsieg in der Saison 2024.

Und Adrie de Vries legte im dritten Rennen  noch nach, als er mit dem von Axel Kleinkorres in Mülheim an der Ruhr trainierten Dozdan (41:10) gegen die von Markus Klug vorbereitete Lokalmatadorin Bella Luna gewann. Erika Mäders Queen of Jazz, zweite Krefelder Starterin in diesem Rennen, belegte in dieser Prüfung den sechsten Platz.

Pacharan auf dem Weg zum Topsprinter

Einen Heimsieg gab es im zweiten Rennen des Tages, dem „Rennen der Jechtinger Weinmanufaktur“. Dieses Dreijährigen-Rennen über 1.200 Meter gewann der von Markus Klug im Stadtwald trainierte 21:10-Favorit Pacharan unter Starjockey Andrasch Starke (Köln). Für den Hengst, der gegen Shootout und Comte Noir gewann, war es bereits der zweite Saisonsieg. Auf kurzen Distanzen ist Pacharan so richtig gut auf Kurs für höhere Aufgaben. Der zweite Stadtwald-Starter in diesem Rennen, Mario Hofers Faster Than Life, belegte den fünften Platz.

Für die größte Sensation des Tages sorgte im vierten Rennen über 2.350 Meter der achtjährige Wallach Summer Storm. Der „Oldie“, der von 2021 bis 2023 überhaupt keine Rennen bestrittenen hatte, siegte unter „Amazone“ Anna van den Trost zur Riesenquote von 359:10. Genau auf der Linie fing Summer Storm die Mitfavoritin La Queen aus dem saarländischen Stall von Uwe Schwinn (Beckingen) noch ab.

Genau wie das erste Rennen, so ging auch die letzte Tagesprüfung über 1.700 Meter in die Niederlande. Dafür sorgte der vom italienischen Auszubildenden Andrea Ricupa trainierte Sacred Moon (91:10), den die erfolgreiche niederländische Besitzertrainerin Romy van der Meulen in Boxmeer vorbereitet. Einen Tag vor seiner Zwischenprüfung setzte sich der junge Reiter im Finish gegen keinen Geringeren als den vierfachen deutschen Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev durch, der mit Ireland Alexander Platz zwei belegte.

Mit dem Umsatzergebnis von 122.091 Euro zeigte sich der Krefelder Rennclub sehr zufrieden.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Krefelder Rennclub

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