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Fußball-Verband Mittelrhein: EM-Aktion „Football Experience“ startet

Bis 30. Juni kann rund um Kölner Tanzbrunnen gespielt werden.
Die letzten Vorbereitungen laufen. An diesem Freitag, 14. Juni, startet nicht nur die UEFA EURO 2024 mit dem Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Schottland in München, sondern auch die „Football Experience“ in der Host-City Köln, die der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) federführend organisiert. Bis Sonntag, 30. Juni, eröffnet sich auf drei Rasenspielfeldern, einem Kunstrasen-Soccer-Court sowie in Form von zahlreichen Aktionsflächen und Mitmachmodulen rund um den Kölner Tanzbrunnen am Rheinparkweg die Möglichkeit, aktiv teilzuhaben und mit anderen Fans zusammenzukommen und zu kicken – und das alles gratis und in der besonderen Atmosphäre einer Fußball-Europameisterschaft.

„Wir freuen uns auf ein buntes, herausragendes Fußballereignis mit den Fans aus Europa und den Kölnerinnen und Kölnern. Die Football Experience verkörpert einen zentrums- und fannahen Ort der Begegnung“, sagt Robert Voigtsberger, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln bei der Vorstellung des Programms. Damit sei die Veranstaltung ein wichtiger Baustein, um die Idee von einem Turnier von allen, für alle, mit Leben zu füllen.

FVM-Vizepräsident Olpen sieht Werbung für den Amateurfußball

Davon ist auch Hans-Christian Olpen, Vizepräsident des FVM, fest überzeugt. „Den Fußball mit Elf gegen Elf kennt jeder, aber da ist noch so viel mehr. Und diese Vielfalt wollen wir näherbringen“, sagt Olpen mit Blick auf die Veranstaltungen im Inklusionsfußball, Walking Football sowie die Frauen- und Nachwuchswettbewerbe, die wenige Meter vom rechten Rheinufer entfernt, mit bestem Blick auf Dom und Altstadt steigen werden. „Es gilt, den großen Fußball einzusetzen, um für den kleinen Fußball, also den Vereinssport im Amateurbereich, Werbung zu machen“, macht der FVM-Vizepräsident deutlich.

Mit ihrer Kooperation setzten die Stadt Köln und der FVM ihre seit vielen Jahren eingespielte und vertrauensvolle Zusammenarbeit etwa bei der Organisation des Endspiels im DFB-Pokal der Frauen fort, betonte Olpen. Ziel sei es, die UEFA EURO 2024 nicht nur im Stadion für die Fans aus aller Welt zu einem Erlebnis werden zu lassen, sondern in gleichem Maße die Menschen aus der Stadt und der Region aktiv einzubinden.

Begeisterung für Schiedsrichter-Job und Ehrenamt wecken

Er setzt außerdem darauf, nachhaltige Effekte zu erzielen. Dies gilt für den Vereinsfußball am Mittelrhein in all seinen Facetten und mit allen, die dazugehören. „Wir werben daher auch für das Ehrenamt. Unsere Vereine sind immer auf der Suche nach Menschen, die sich einbringen wollen“, erklärte er. Dafür könne es keine schönere Bühne geben als die Football Experience. Auch die Begeisterung für ein Engagement als Schiedsrichter*in will er schüren. So ist eines der Highlights der Mitmachangebote eine Videoschiedsrichter-Simulation. Dabei werden Spielszenen gezeigt und die Besucher*innen können entscheiden, wie das Spiel ihres Erachtens weiterlaufen sollte. Ob etwa Strafstoß, Elfmeter oder Freistoß die regelkonforme Entscheidung ist. „Das wird spannend. Wir hoffen, damit Interesse an der Schiedsrichterei zu erzeugen. Auf jeden Fall wecken wir damit mehr Verständnis, für die Herausforderungen, vor denen Unparteiische stehen“, so Olpen.

Für eine andere Herausforderung wird der ebenfalls eingebundene Zweitligist 1. FC Köln sorgen. FC-Geschäftsführer Markus Rejek kündigte den Aufbau einer großen aufblasbaren Torwand an. Besuchende können außerdem einen Parcours mit Pass- und Dribbelstationen absolvieren und so das FC-Abzeichen erwerben. Rejek bezeichnete die Football Experience als eine „tolle Aktion, die den Fußball in seiner ganzen Breite“ zeige. Dies geschieht mit einer Mischung aus Information, Turnieren und Trainingsangeboten. Adressiert sind unterschiedliche Zielgruppen wie Freizeit- und Breitensportler*innen, Amateurfußballer*innen, Menschen mit und ohne Behinderung, Familien, Kinder und Jugendliche, Senior*innen und die queere Community.

Programm umfasst nicht weniger als 53 Aktionen

Zum Programm, das federführend vom FVM im Zusammenspiel mit anerkannten Fußball-, Sozial- und Sportorganisationen aus Köln und der Umgebung organisiert wurde, zählen nicht weniger als 53 Aktionen. Dazu gehören 15 Fußball-Turniere, sieben Fan- bzw. Show-Matches – darunter eine Begegnung von Fans aus Schottland und der Schweiz – und viele Trainingseinheiten bzw. Fußballspiele von Vereinen aus der Region. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den 30×15 Meter messenden, am Tanzbrunnen gelegenen Soccer Court mit Kunstrasenbelag in der Stadium & Activity-Area an ausgewählten Zeiten frei zu nutzen. Dort sorgen Tribünen für echte Stadionatmosphäre. In der Pitch Area befinden sich drei weitere Spielfelder auf Naturrasen. Zwei Plätze haben die Maße 55×35 Meter, ein Spielfeld misst 64×42 Meter. In der Food & Service-Area kann man sich an den Essens- und Getränkestände versorgen oder auf den Sitzgelegenheiten entspannen. Abseits des Soccer Courts bieten der FVM, die RheinEnergie, die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln, der 1. FC Köln und verschiedene NGOs Aktionsflächen mit Eventmodulen an.

Bei Gökhan Erdek, Verantwortlicher für das Inklusionsteam von Germania Zündorf und FVM-Inklusionsbeauftragter, löst der Gedanke an die Football Experience große Vorfreude aus. „Für uns ist es eine Ehre, dabei zu sein“, sagte er mit Blick auf die vielen inklusiven Angebote. Dazu gehören auch Partien und Mitmachstationen der Blindenfußballer, Spiele der Amputierten-Bundesliga und ein Turnier, an dem mit der KAS Eupen und der Sint Truidense VV Inklusionsteams aus dem benachbarten Belgien dabei sein werden. Dies alles füllt das Motto der UEFA EURO 2024 „United by Football. Vereint im Herzen Europas.“ mit prallem Leben und lässt die Football Experience ein buntes und vielfältiges Ausrufezeichen in die Fußballwelt senden.

Auf dem Foto (Quelle: FVM): EM-Maskottchen Albärt eingerahmt von FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen (2.v.l.), Robert Voigtsberger (2.v.r.), Dezernent für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln, Geschäftsführer des 1. FC Köln Markus Rejek (r.) und Gökhan Erdek (l.), Verantwortlicher für das Inklusionsteam von Germania Zündorf

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