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Galopp Hamburg: Derby-Meeting startet mit Top-Rennen für Stuten

Am Sonntag geht es zum Auftakt im Hauptrennen um 55.000 Euro.


Der Countdown läuft, die Vorfreude steigt stündlich. Um 15.45 Uhr am Sonntag, 7. Juli, wird auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn das 155. Deutsche Derby ausgetragen. Mit einem Preisgeld von 650.000 Euro – davon allein 390.000 Euro für das Siegerteam – ist es nicht nur das wertvollste Rennen in Deutschland, sondern aus sportlicher und züchterischer Sicht das Galopprennen mit dem höchsten Prestige. Doch so bedeutend das Derby, das erstmals seit 1869 – damals noch unter dem Titel 1. Norddeutsches Derby – gelaufen wurde, auch sein mag, gibt es für die Galopprennsport-Fans in Hamburg doch schon vorher einige echte Leckerbissen.

Das Derby-Meeting umfasst fünf Renntage mit insgesamt 51 Prüfungen, die der Hamburger Rennverein, der sich schon 1852 gründete – also fast 40 Jahre vor dem Hamburger SV – in diesem Jahr veranstaltet. Der Auftakt-Renntag ist am kommenden Sonntag (30. Juni), elf Prüfungen stehen auf dem Programm, darunter auch das erste von insgesamt fünf so genannte Gruppe-Rennen im Rahmen des Derby-Meetings. Gruppe-Rennen sind international kategorisiert und damit vergleichbar, das Deutsche Derby zählt zur höchsten Kategorie Gruppe I. Der „Sparkasse Holstein Cup“ über 1.600 Meter ist ein mit 55.000 Euro dotiertes Rennen („Gruppe III“) für dreijährige und ältere Stuten.

After Work-Renntag und Großer Hansa-Preis

Ein besonderer Renntag ist der Mittwoch (3. Juli), der als kompakter After-Work-Renntag mit sechs Rennen konzipiert ist. Sportlicher Höhepunkt ist der „Lange Hamburger“, ein mit 25.000 Euro dotiertes Rennen über die Extremdistanz von 3.200 Metern.

Die nächsten Tage sind dann wieder vollgepackt: Elf Rennen stehen am Donnerstag, 4. Juli, mit dem „Großen Preis von Lotto Hamburg“ über 2.000 Meter als Höhepunkt an, zwölf Prüfungen am Samstag, 6. Juli. Hier ist der „Große Hansa-Preis“, ein mit 70.000 Euro verbundenes Rennen, das Highlight.

Über die Derby-Distanz von 2.400 Meter werden sich dabei die besten älteren Grand Prix-Pferde Deutschlands messen. In der Siegerliste finden sich viele große Namen des Rennsports wieder – beispielsweise der zweimalige Hansa-Preis-Gewinner Torquator Tasso. Er hat 2021 das wichtigste Galopprennen Europas, vielleicht der Welt, gewonnen – den 100. Prix de l’ Arc de Triomphe in Paris.

Adlerflug-Nachkomme Narrativo gilt als Derby-Favorit

Im Derby 2020 war Torquator Tasso, der inzwischen als Deckhengst im heimischen Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) steht, „nur“ Zweiter geworden, konnte es damit seinem Vater Adlerflug, der 2007 in Horn triumphiert hatte, nicht ganz nachmachen. Er unterlag In Swoop, ebenfalls ein Adlerflug-Nachkomme. Der Einfluss des vor drei Jahren verstorbenen Deckhengstes des Gestüts Schlenderhan (Bergheim) reicht aber bis ins Derby in diesem Jahr, denn der Adlerflug-Sohn Narrativo gilt aktuell als Favorit.

Im Derby am 7. Juli dürfen nur dreijährige Pferde antreten – Hengste und Stuten. Nur den dreijährigen Stuten vorbehalten ist dagegen der Hamburger Stutenpreis (2.200 Meter). Zwei mit jeweils 52.000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen für den Derby-Jahrgang – über 1.600 und 2.200 Meter – runden das starke Rahmenprogramm des Derby-Tages ab.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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