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Galopp: 155. Deutsches Derby geht an Liberty Racing und Henk Grewe

Kölner Trainer triumphiert mit 243:10-Außenseiter Palladium.


Die unglaubliche Erfolgsgeschichte der Besitzergemeinschaften um Gründer Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg) wird fortgesetzt: Der dreijährige Hengst Palladium hat auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn das 155. Deutsche Derby gewonnen – das wichtigste Galopprennen in Deutschland! Er steht im Besitz der vielköpfigen Gemeinschaft Liberty Racing 2022 und siegte somit in den gleichen Rennfarben wie vor zwölf Monaten Fantastic Moon von Liberty Racing 2021.

Es war eine packende Angelegenheit, die nur im Zielfoto entschieden wurde. Ganz innen hatte Andrasch Starke auf dem von Markus Klug trainierten Borna früh das Tempo übernommen. Und fast schien es, als könnte Starke mit dem italienischen Derby-Gewinner Borna seinen neunten Derbysieg in seinem „Wohnzimmer“ einfahren. Doch ganz außen kam Palladium mit Thore Hammer-Hansen angeflogen und hatte am Zielpfosten nach 2.400 Metern die Nase vorn. Dritter, ebenfalls nur knapp zurück, war Augustus vor Alleno. Das Preisgeld in dem am höchsten dotierten Rennen Deutschlands beträgt 650.000 Euro, die Siegprämie 390.000 Euro.

Große Emotionen nach dem Derby

„Mir kommen so viele Emotionen, auf so etwas wartet man sein ganzes Leben. Es ist einfach wunderschön“, freute sich Hammer-Hansen, Sohn des ehemaligen, dänischen Spitzenjockeys Lennart Hammer-Hansen. Der 24-Jährige war erst kurzfristig zu seinem zweiten Derbyritt gekommen, da der ursprünglich für Palladium vorgesehene Brite Kevin Stott Anfang der Woche abgesagt hatte.

Trainer Henk Grewe, der nach 2021 mit Sisfahan sein zweites Derby gewann, war etwas überrascht von der starken Leistung des 24,3:1-Außenseiters Palladium: „Wir hatten eigentlich mehr Mumm auf Wilko, der wirklich sensationell gearbeitet hatte, während die Arbeit von Palladium gar nicht so gut war. Doch anscheinend spart er sich das für das Rennen auf.“

Liberty Racing-Manager Baumgarten sagte: „Wir haben an Wunder geglaubt, und ein Wunder ist geschehen. Keiner hat damit gerechnet. Henk Grewe hat sich die Taktik ausgedacht, in der Zielgerade außen zu gehen. Ihm gebührt ein großer Dank.“

Liberty Racing hat den Hengst vor zwei Jahren für 80.000 Euro auf der BBAG Jährlingsauktion in Iffezheim bei Baden-Baden gekauft. Züchter ist die Stiftung Gestüt Fährhof, dessen Besitzer Andreas Jacobs über Gleneagles-Sohn sagte: „Ich liebe diesen Hengst, wir sind sehr stolz über diesen großen Erfolg.“

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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