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Rot-Weiss Essen: Julian Eitschberger feiert Startelf-Debüt

U 21-Nationalspieler gibt seinen Einstand gegen Arminia Bielefeld.


Ihrem Ziel, den Konkurrenzkampf im Kader und die Variationsmöglichkeiten für Trainer Christoph Dabrowski (46) weiter zu erhöhen, ist die Sportliche Leitung von Rot-Weiss Essen mit der Ausleihe von U 21-Nationalspieler Julian Eitschberger (20) vom Zweitligisten Hertha BSC einen weiteren Schritt nähergekommen. Besonders positiv für Dabrowski: Eitschberger wird sowohl als Rechtsverteidiger in einer Viererkette als auch als „Schienenspieler“ bei einer Dreierkette der Sprung zum Stammspieler (wie bei seinem bisherigen Leihklub Hallescher FC) oder sogar zum Leistungsträger zugetraut.

„Ich bin sehr optimistisch, dass Julian für uns eine echte Verstärkung wird“, sagt Dabrowski im kicker– und MSPW-Gespräch: „Mit seinem Tempo, seiner Dynamik und seiner Flankenqualität schaltet er sich immer wieder in das Offensivspiel ein, ist aber auch sehr robust und kompromisslos im Zweikampf.“ Da Eitschberger die komplette Vorbereitung bei der Hertha absolvierte, im DFB-Pokalspiel beim FC Hansa Rostock (5:1) zum Kader gehörte und zuvor auch zwei Einsätze in der U 23 in der Regionalliga Nordost bestritt, ist er schon für das bevorstehende Heimspiel gegen den stark gestarteten Westrivalen Arminia Bielefeld eine Option und rückte auch direkt in die Startformation.

Die Essener hoffen, dass die Eitschberger-Leihe für alle Beteiligten zu einer ähnlichen Win-Win-Win-Situation wird wie vor einem Jahr mit Flügelstürmer Marvin Obuz (22), der an der Hafenstraße mit 21 Torbeteiligungen durchstartete und dann von seinem Stammverein 1. FC Köln zurückgeholt wurde.

Dass Dabrowski speziell auf der rechten Außenbahn als Konkurrenz zu Eric Voufack (22) personellen Bedarf gesehen hatte, liegt auf der Hand. Routinier Andreas Wiegel (33) spielt keine Rolle mehr und wurde freigestellt. Die dort bereits eingesetzten Jose-Enrique Rios Alonso (24) und Mustafa Kourouma (21) sieht der Trainer in der Innenverteidigung, den im Endspurt der letzten Saison durchaus gut spielenden Nils Kaiser (22) eher im Mittelfeld. Berkant Gedikli (19) ist gerade erst aus der U 19 aufgerückt und der Einsatz von Flügelstürmer Ramien Safi (24) auf der rechten Abwehrseite im Auftaktspiel gegen Alemannia Aachen war eher ein Experiment, das voraussichtlich nicht wiederholt wird, zumal der aus der Regionalliga West (SV Rödinghausen) gekommene Safi im Angriff überzeugt.

Dennoch soll auch in der Offensive die Konkurrenz weiter erhöht werden. Ein Kandidat, mit dem sich die Essener beschäftigen, ist Joseph Boyamba (28) vom Zweitligisten SV 07 Elversberg. Nach durchaus beachtlichen 25 Einsätzen in der zurückliegenden Saison (davon allerdings nur eine Partie in der Startelf) sind Boyambas Aussichten auf Spielzeit bei den Saarländern nicht allzu gut. Bisher stand er in allen drei Pflichtspielen zwar im Kader, wurde aber nur im DFB-Pokal (7:0 beim Oberligisten VfV Borussia 06 Hildesheim) eingewechselt. RWE-Trainer Dabrowski könnte sich den früheren Schalker und Dortmunder zumindest gut an der Hafenstraße vorstellen: „Ein spannender Spieler mit besonderen Qualitäten in Eins-gegen-Eins-Situationen.“

Foto-Quelle: Rot-Weiss Essen

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