Vierjähriger Hengst soll am Sonntag im Millionenrennen angreifen.

Wie in jedem Jahr blickt die gesamte Welt des Galopprennsports am ersten Oktober-Sonntag nach Paris in den Bois de Boulogne, wenn auf der berühmten Rennbahn in Paris-Longchamp der Prix de l’Arc de Triomphe entschieden wird. Die besten Galopper der Welt versammeln sich für das wichtigste Rennen Europas. In den letzten fünf Jahren erhielt das Pariser Monster-Rennen gleich zweimal den Titel des offiziell besten Galopprennens der Welt. Am Sonntag (6. Oktober) rücken in diesem Jahr 16 Pferde für die mit fünf Millionen Euro dotierte Prüfung in die Startmaschine ein, und gehen pünktlich um 16.20 Uhr auf die 2.400 Meter lange Reise.
Die deutschen Hoffnungen soll dabei Fantastic Moon (Foto) tragen, der Derbysieger von 2023. Der inzwischen vierjährige Hengst aus der Zucht von Graf und Gräfin von Stauffenberg gehört der Besitzergemeinschaft „Liberty Racing 2021“ um den auch aus der Fußballbranche bekannten Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg).
Auf den Derbysieg 2023 folgten eine Platzierung im Großen Dallmayr-Preis in München-Riem und ein beeindruckender Sieg im Prix Niel, einer der wichtigsten Arc-Vorprüfungen. Nach diesen Ergebnissen machte sich der von Sarah Steinberg (München) trainierte Hengst Fantastic Moon auf den Weg nach Paris in den „Arc“. Mit einem elften Platz erreichte man unter Jockey Rene Piechulek sicherlich nicht das Ergebnis, das man sich erhofft hatte. Nun versucht man es ein Jahr später erneut. Lange Zeit hing ein Start von Fantastic Moon jedoch am seidenen Faden. Man beobachtete das Wetter über Paris, da man den Sea The Moon-Sohn nur ungern auf weichem Geläuf aufbieten wolle. Da es in dieser Woche nun weitgehend trocken über der französischen Hauptstadt blieb, soll „Fanta“ starten.
Die Form ist auf jeden Fall gut: Zuletzt gewann Fantastic Moon auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden den 154. Großen Preis von Baden, nachdem er zuvor schon in Köln erfolgreich war. Auch eine Platzierung im Großen Dallmayr-Preis auf seiner Heimatbahn in München-Riem gelang ihm 2024 erneut. Mit Rene Piechulek schwingt sich erneut sein ständiger Reiter und der Lebensgefährte von Trainerin Sarah Steinberg in den Sattel. Piechulek konnte bereits im Jahr 2021 auf Ausnahmegalopper Torquator Tasso für das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) den „Arc“ gewinnen. Es war damals der erst dritte deutsche Sieg im Rennen der Rennen. Zuvor gewannen Star Appeal 1975 für Trainer Theo Grieper und die Stute Danedream 2011 für Peter Schiergen.
Erstmalig wurde das Rennen im Jahr 1920 ausgetragen, als Comrade das Geläuf siegreich verließ. In diesem Jahr wird der Prix de l’Arc de Triomphe zum 103. Mal ausgetragen. Das Rennen wird in 60 Länder der Welt übertragen und es werden über 250 Journalisten vor Ort erwartet, die das Event begleiten. Die internationale Ausrichtung des Rennens und des gesamten Wochenendes zieht jährlich bis zu 40.000 Besucherinnen und Besucher aus 50 verschiedenen Ländern nach Paris.
Der „Arc“ ist in diesem Jahr mit einem Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Euro dotiert. Der Sieger allein erhält davon 2,86 Millionen Euro, wobei sich der Fünfplatzierte immer noch über 143.000 Euro freuen darf. Die Rekordzeit des Rennens konnte 2011 die deutsche Stute Danedream unter Andrasch Starke aufstellen. Die beiden benötigten lediglich 2:24,49 Minuten bis ins Ziel.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp
MSPW – Media Sportservice Von NRW nach ganz Deutschland – kompetent und brandaktuell

