Im Top-Zweijährigenrennen geht es um Prämien von 155.000 Euro.
An diesem Sonntag (13. Oktober) findet auf der Galopprennbahn in Köln mit dem Preis des Winterfavoriten eine der traditionsreichsten Prüfungen im deutschen Galopprennsport statt. Das Top-Zweijährigenrennen der höchsten Kategorie ist mit 155.000 Euro dotiert und führt über 1.600 Meter. Zuletzt gewann im Jahr 2022 mit Fantastic Moon ein „Winterfavorit“ in Köln, der ein Jahr später auch das Deutsche Derby für sich entscheiden konnte.
Glaubt man den Wettmärkten, dann spricht im Feld der lediglich fünf Teilnehmer vieles für ein Favoritenduell zwischen Eckhard Saurens Think Giant und Stall Hanses Lifetimes (Foto). Think Giant hat sich besonders beim zweiten Lebensstart in Paris zuletzt mit einem Sieg empfohlen. Demnach sollte der Hengst unter Saurens Privatjockey Thore Hammer-Hansen ein gehöriges Wort um den Sieg mitsprechen können. Christophe Ferland trainiert Think Giant im französischen Chantilly.
Zweiter Favorit in den Wettmärkten ist Lifetimes. Der Ritt von Bauyrzhan Murzabayev wird im Weidenpescher Park von Peter Schiergen trainiert und vertritt auch die Rennfarben des Stall Hanse des Vorjahressiegers Geography. Auch sein Debüt zuletzt in Dortmund war sehenswert. Peter Schiergen konnte den „Winterfavoriten“ als Jockey übrigens nie gewinnen, dafür als Trainer bereits fünfmal.
Ein weiterer Lokalmatador rückt mit dem Wittekindshofer Name Lord in die Startbox ein. Sein Reiter, Routinier Alexander Pietsch, kennt die Kölner Bahn natürlich auch aus dem Effeff ebenso wie Trainer Andreas Suborics, der das Rennen zweimal als Jockey und auch schon einmal als Trainer gewinnen konnte. Aus Mülheim reist Serienadler (Rene Piechulek) an. Der machte kürzlich in Köln bei seinem Debüt mächtig Eindruck. Kölsch (Michael Cadeddu) kommt mit frischer Siegform aus Krefeld. Der Markus Klug-Schützling tritt zwar als Außenseiter an, kann in den Farben des Kölner Besitzers Holger Renz vielleicht überraschen wie zuletzt Stallgefährtin Blömche in einem hochdotierten Auktionsrennen.
Findet Aguirre auf der Heimatbahn zurück auf die Siegerstraße?
Aber auch im „Heinz und Ilse Ramm-Erinnerungsrennen“ (25.000 Euro, 1.600 Meter), dem zweiten Höhepunkt des Tages, sind die Chancen auf einen Heimerfolg gegeben. Mit dem Schlenderhaner Aguirre ist nach Vorleistungen ein aussichtsreicher Siegkandidat aus dem Kölner Erfolgsquartier von Peter Schiergen am Start. Seinen letzten Erfolg auf diesem Niveau konnte er in Köln erzielen. Die letzte Form mit einem zweiten Platz über 1.700 Meter macht Hoffnung auf einen weiteren Sieg im Weidenpescher Park. Insgesamt werden ab 13.30 Uhr neun Rennen gelaufen.
Parallel zu den sportlichen Höhepunkten gibt es wie immer auch ein großes Familienprogramm mit vielen Attraktionen wie Ponyreiten, Hüpfburg oder Kinderschminken. Passend zum herbstlichen Motto des Renntages erwartet die Besucher ab 12 Uhr auch das Kinderland in farbenfroher Herbstatmosphäre. Hier können im mobilen Hofladen von „Gut Clarenhof“ allerlei saisonale Köstlichkeiten entdeckt werden: Kürbisse, Äpfel, Eier, Suppen und vieles mehr stehen zum Verkauf bereit. Besonders aufregend: Kinder können ihre gekauften Kürbisse direkt vor Ort kreativ schnitzen und bemalen und mit nach Hause nehmen.
Für magische Momente sorgt die Kinder-Zauberin „Clown Udini“.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Kölner Renn-Verein
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