Aktiv gegen Gewalt – zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport des LSB.

Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) ist seit dem 10. März Mitglied im Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen (LSB NRW). Mit diesem Schritt setzt der FVM ein starkes Zeichen für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Sport und verpflichtet sich, höchste Standards in der Prävention und Intervention gegen sexualisierte und interpersonelle Gewalt zu gewährleisten. Das Konzept zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt hatten Beirat und Präsidium des FVM Ende 2024 beschlossen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Wichtigkeit des Themas durch den Beschluss in Beirat und Präsidium unterstrichen werden konnte“, sagt Vizepräsidentin Johanna Sandvoß (auf dem Foto rechts), die im Präsidium die Themen der gesellschaftlichen Verantwortung und Gewaltprävention verantwortet. „Der Sport trägt eine besondere Verantwortung, Räume zu schaffen, in denen sich alle Menschen sicher und respektiert fühlen können. Mit unserem Beitritt zum Qualitätsbündnis setzen wir diese Verantwortung konsequent um und verstärken unsere bereits bestehenden Maßnahmen.“
FVM-Anlaufstelle als Fundament
Der FVM als gemeinnützige Sportorganisation, Dachorganisation seiner Mitgliedsvereine und als freier Träger der Jugendhilfe spricht sich entschieden gegen jegliche Formen der Gewalt aus. Alle Akteur*innen haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt, egal ob sie emotionaler, körperlicher oder sexualisierter Art ist. Dabei versteht der FVM den Fußball als Schutz- und Kompetenzraum, der für eine Kultur des Hinsehens und der Aufmerksamkeit stehen soll. Die Implementierung von Präventionsmaßnahmen soll Handlungsspielräume von Täter*innen minimieren, Betroffenen eine Stimme geben und allen Akteur*innen im Fußball am Mittelrhein Handlungssicherheit vermitteln.
An die FVM-Anlaufstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt können sich Vereine vertraulich wenden, die Hilfe benötigen, ebenso wie Akteur*innen im Fußball am Mittelrhein, die Vorfälle schildern möchten. Die FVM-Anlaufstelle steht überdies zur Verfügung, wenn Akteur*innen Fragen oder Anregungen haben und wenn Vereine ein eigenes Schutzkonzept erstellen oder Sensibilisierungsschulungen anfragen. Ebenso kann die FVM-Anlaufstelle mit Handlungsempfehlungen und Falleinschätzungen sowie bei der Suche nach Fachberatungsstellen unterstützen. Dabei ist die FVM-Anlaufstelle stets für alle Akteur*innen im Verbandsgebiet ansprechbar. Kinder, Jugendliche, Eltern, Vereine, Vorstände oder Spieler*innen, Trainer*innen und Schiedsrichter*innen können sich gleichermaßen vertrauensvoll an die FVM-Anlaufstelle wenden.
„Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche sicher sind auf den Sportplätzen bei uns im Verbandsgebiet“, sagt FVM-Präsident Christos Katzidis (links). „Deshalb haben wir in der Vergangenheit schon einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, zuletzt ein Pilotprojekt mit dem Polizeipräsidium Bonn, bei dem unsere Vereine polizeiliche Überprüfungen von Trainern und Trainerinnen im Kinder- und Jugendbereich anfragen können. Dem Qualitätsbündnis sind wir gerne beigetreten. Als Grundlage für den Beitritt haben wir in einem Prozess mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Funktionsträgerinnen und Funktionsträgern auf Kreis- und Verbandsebene noch ein individuelles FVM-Konzept zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt entwickelt.“
Foto-Quelle: Fußball-Verband Mittelrhein (FVM)
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