Als erst vierter Drittligist nach 2:1-Coup gegen Bayer 04 Leverkusen.

Der Drittligist Arminia Bielefeld steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel um den DFB-Pokal. Nach der 2:1 (2:1)-Sensation gegen Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen trifft das Team von Trainer Mitch Kniat (2.v.r.) am Samstag, 24. Mai, im Berliner Olympiastadion auf den VfB Stuttgart oder RB Leipzig.
Dabei gerieten die Ostwestfalen durch einen Treffer von Nationalspieler Jonathan Tah (17.) sogar 0:1 in Rückstand. Marius Wörl (20.) und Maximilian Großer (45.) sorgten aber noch vor der Pause für die Wende. Bayer 04 fand kein Mittel, um die Partie in der zweiten Halbzeit zu drehen. Nur ein Kopfball von Patrik Schick an den Außenpfosten sorgte zumindest für ein wenig Gefahr. Über weite Strecken des zweiten Durchgangs war die Arminia aber dem dritten Treffer sogar näher als der Favorit dem Ausgleich.
„Wir müssen ehrlich zu uns sein: Arminia Bielefeld steht verdient im Finale“, räumte Leverkusens Nationalspieler Robert Andrich im ARD-Interview freimütig ein. Nach dem 1. FC Union Berlin, dem SC Freiburg und dem SV Werder Bremen ist Bayer 04 bereits der vierte Bundesligist, der in dieser Saison auf der Bielefelder Alm die Segel streichen musste.
Die Arminia steht als insgesamt erst vierter Drittligist überhaupt im Pokalfinale. Das war zuvor nur Hertha BSC II (1993), dem FC Energie Cottbus (1997) und dem 1. FC Union Berlin (2001) gelungen. Die Bielefelder könnten jetzt der erste Verein sein, der den „Pott“ gewinnt und sich damit für die UEFA Europa League qualifiziert.
Foto-Quelle: Arminia Bielefeld
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