Badener Meile um 55.000 Euro am Eröffnungstag besonders im Blickpunkt.

Dass nach dem ersten Rennen der höchsten Kategorie des Frühjahrs-Meetings auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden am Himmelfahrt-Donnerstag die französische Nationalhymne erklingen würde, hatten wohl nur wenige der 15.500 Zuschauer*innen an einem perfekten Renn-Nachmittag erwartet. Doch der 78:10-Außenseiter Short Final (Foto) aus dem rund 40 Pferde starken Chantilly-Stall des Japaners Satoshi Kobayashi zeigte in der 47. Badener Meile (55.000 Euro, 1.600 Meter), die einmal mehr unter dem Patronat eines Iffezheimer Betonstein-Konzerns stand, die beste Leistung seiner bisherigen Karriere. Unter Jockey-Veteran Ioritz Mendizabal (51) landete der fünfjährige Hengst beim 17. Start seinen vierten Treffer und den ersten (mit 32.000 Euro Preisgeld honorierten) Coup auf höchster Ebene.
Auf der Zielgeraden war die Partie lange Zeit offen, als der Favorit Penalty schon längst die Spitze übernommen hatte, aber die Gegner kamen von allen Seiten. Und tatsächlich hatte Short Final, der gemeinsam mit Sylvie Allouche auch im Besitz von Trainer Satoshi Kobayashi steht, die größten Reserven. Mit einer dreiviertel Länge schnappte er den an der Außenseite gut aufdrehenden Dreijährigen Namaron, der sich bestens hielt, den tolle Momente besitzenden Aufsteiger Switsch und den nie weiterkommenden Penalty sowie Best Lightning.
Die Stimmen zur Badener Meile:
Ioritz Mendizabal (Jockey Short Final): „Er ist ein sehr gutes Pferd, das genug Tempo benötigt. Mit Short Final hatte ich einen passenden Rennverlauf. Schließlich zog er sehr leicht in Front.“
Satoshi Kobayashi (Trainer Short Final): „Er hat sich weiter verbessert, ist aber eigentlich ein Pferd für schweren Boden. Mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet. Aber Black Type wollten wir schon holen. Es lief alles glänzend.“
Henk Grewe (Trainer Namaron, Penalty): „Namaron lief ein tolles Rennen. Das war schon eine Top-Leistung für einen Dreijährigen gegen die älteren Pferde. Penalty hat sich leider unterwegs verpullt.“
Adrie de Vries (Jockey von Switsch): „Er hat sich von Start zu Start verbessert. Wir hatten eine gute Lage, und er zog immer weiter.“
Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp
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