Am zweiten Tag des Frühjahrs-Meeting finden acht Prüfungen statt.

Die Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden sucht den (möglichen) Derbysieger! Das ist am Samstag das Motto am zweiten Tag des Frühjahrs-Meetings. Denn fünf Wochen vor dem bedeutendsten Galopprennen des Jahres am 6. Juli in Hamburg-Horn steht mit dem Japan Racing Association Derby-Trial unter dem Patronat einer der weltgrößten Rennsport-Organisationen der Welt ein besonders bedeutender Test im Mittelpunkt des Programms.
2023 triumphierte mit Fantastic Moon der spätere Gewinner des „Blauen Bandes“. Vor einem Jahr siegte Stall Lucky Owners Augustus (Foto), der anschließend Dritter im Derby war. In der mit 55.000 Euro dotierten Prüfung über 2.000 Meter hat sein Trainer diesmal mit Eagle Emblem (Hugo Boutin) und Next Mine (Thore Hammer-Hansen) sogar zwei Hoffnungen am Start.
Stark gewappnet scheint der Kölner Trainer Peter Schiergen, der für das Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck den im Bavarian Classic erfolgreichen Path of Soldier (Rene Piechulek) aufbietet. Er bekommt es erneut mit dem damaligen Dritttplatzierten Aquaman (Leon Wolff) aus dem Erfolgsquartier von Henk Grewe (ebenfalls Köln) zu sein, der für die Besitzergemeinschaft Liberty Racing auf den Spuren von 2023er-Gewinner Fantastic Moon wandeln kann, der sich anschließend sogar den Derbysieg holte. Adrie de Vries, der Jockey der Stunde, ist der Steuermann des Franzosen Juwelier im Sechserfeld.
Natürlich hat es auch das Rahmenprogramm in sich. Innerhalb der acht Rennen (erster Start ist um 13.30 Uhr) findet das erste Rennen für zweijährige Pferde hierzulande statt, der BBAG Badener Jugendpreis (15.000 Euro, 1.000 Meter). Das Feld ist so stark wie lange nicht mehr, sogar englische Gäste geben sich hier die Ehre. Mit 20.000 Euro ausgestattet ist eine Prüfung über 2.000 Meter. Mit Vaisseau Fantome (Eduardo Pedroza) und Lion’s Head (Nina Baltromei) ist die formstarke Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder gleich doppelt gerüstet.
Rennveranstalter „Baden Galopp“ unterstützt Lotta Berglund
Unter dem Namen „Lotta goes Special Olympics“ ist außerdem eine Prüfung Lotta Berglund gewidmet, die mit einem seltenen Gendefekt geboren wurde. Ein Team aus acht 24-Stunden-Pflegern betreut sie rund um die Uhr, damit sie ihren Alltag außerhalb des Krankenhauses meistern kann, in dem sie viele Jahre ihres Lebens verbracht hat. Sie leidet an verschiedenen lebensbedrohlichen Erkrankungen, die sie viele Jahre an die Intensivstation fesselten.
Lottas größter Traum ist die Teilnahme an den Special Olympics Weltwinterspielen 2029 im Eiskunstlauf. Doch der Weg bis zu den Weltspielen ist noch lang, steinig und vor allem sehr kostspielig. Daher werden fünf Prozent des deutschen Wettumsatzes in diesem Rennen auf Lottas Spendenkonto überwiesen. Auf diesem Weg will „Baden Galopp“ Lotta ein wenig unterstützen.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp
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