Amtierender Derby-Sieger Michel Rothengatter kommt an den Start.

Der amtierende Derby-Sieger Michel Rothengatter (Foto) hat am Sonntag auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf das 20.000-Euro-Hauptrennen im Visier. Doch seine beiden Schützlinge Kevin Prince und Keytothehill treffen auf bärenstarke Konkurrenten.
In der „Gold-Serie“ werden zwar keine Barren aus Edelmetall verteilt. Aber ein Sieg ist in finanzieller Hinsicht dennoch ein absoluter Volltreffer, denn jeder der über die gesamte Mariendorfer Saison verteilten Läufe ist mit 20.000 Euro dotiert. An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Die dritte Etappe steht an und insgesamt neun Pferde werden sich in dem als zehnte Tagesprüfung ausgetragenen Wettkampf hinter dem Startauto versammeln. Die Besonderheit: Diesmal beträgt die Distanz nur 1.609 Meter. Daher wird die Anfangsphase von enormer Bedeutung sein und es sind keinerlei taktische Spielchen zu erwarten. Im Gegenteil: Es wird mit Sicherheit vom Fleck weg ein regelrechtes Getümmel um die besten Ausgangspositionen geben.
Einer, der enorm schnell beginnen kann, ist zum Beispiel der von Victor Gentz präsentierte Honey Bear. Der Wallach bewegt sich in bestechender Form und belegte hinter der hier ebenfalls vertretenen „eisernen Lady“ Isla (Tim Schwarma) zuletzt einen beachtlichen zweiten Rang. Mit der Startnummer „2“ ist der Wallach bestens bedient. Doch im Vergleich zu seinem Trainingsgefährten Major Ass, den Victor Gentz für Sonntag Thorsten Tietz anvertraut hat, ist Honey Bear mit seinen 55.155 Euro an Gewinnsumme fast noch ein Greenhorn. Auch die in ähnlichen monetären Regionen angesiedelten Troublemaker (Thomas Reber) und Sierra S (Dennis Spangenberg) werden – bildlich gesprochen – neidisch auf die Portemonnaies ihrer Konkurrenten schauen.
Den prallsten Geldbeutel besitzt Jimmy Ferro BR (Michael Nimczyk), der bei seinen 49 Einsätzen bisher 225.040 Euro Prämie verdiente. Die Saison begann für ihn mit einem grandiosen Treffer in Paris-Vincennes, doch die anschließenden Aufgaben auf allerhöchstem Niveau waren dann doch zu anspruchsvoll – zumal bei dem Braunen ziemlich viel von seiner Tageslaune abhängig ist. Die fast 200.000 Euro schwere Kate Baldwin (Robbin Bot) ist ebenfalls ein Großkaliber und blühte unter dem Sattel mächtig auf.
Doch vor allem die beiden Schützlinge des amtierenden Derby-Siegers Michel Rothengatter sind hoch einzuschätzen. Der Niederländer hat sich für den erst fünf Jahre alten Kevin Prince entschieden, der die Generalprobe für das Engagement spielerisch gewann und mit seinem Trainer nicht nur in Holland, sondern schon mehrfach auf französischen Bahnen glänzte. Seine zweite Waffe, nämlich Keytothehill, gibt Rothengatter in die Hände von Thomas Panschow. Aus gutem Grund: Wahl-Berliner Panschow kennt Keytothehill aus dem Effeff und hat mit dem Love You-Sohn 2023 und 2022 nicht weniger als drei Läufe der Gold-Serie gewonnen.
Foto-Quelle: Lingk/Trabrennverein Berlin-Mariendorf
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