Neuer Vorstand Sport der Knappen nimmt in Gelsenkirchen seine Arbeit auf.

Am Sonntag stellte sich Frank Baumann (auf dem Foto 2.v.r.) im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit als neuer Vorstand Sport des Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 vor. Mit auf dem Podium saß Axel Hefer (rechts), Aufsichtsratsvorsitzender des Traditionsklubs, und stellte sich ebenfalls den Fragen der Journalisten.
Axel Hefer über…
…die Gespräche mit Frank Baumann: „Wir standen bereits seit einigen Monaten in regem Austausch. Dabei haben sich die ersten Eindrücke verfestigt: Frank hat eine klare Idee, die er sehr strukturiert angeht. Er geht mit breiten Schultern als Führungspersönlichkeit voran.“
…den Ausblick: „Wir haben für die kommende Saison sehr viel Vorarbeit im kompletten Team geleistet und einiges verändert. Es braucht in jedem Geschäft eine klare Richtung und ein Team, das daran glaubt und gemeinsam an der Umsetzung arbeitet. Dann stellt sich auch der Erfolg ein.“
…den neuen Cheftrainer Miron Muslic: „Ich habe Miron kennengelernt, er macht einen sehr guten Eindruck und passt als Persönlichkeit sehr gut zu uns. Ich freue mich schon auf den Trainingsbeginn.“
Frank Baumann über…
…die Zusammenarbeit im Team: „Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam Strukturen schaffen werden, um erfolgreich zu sein. Mir ist es immer wichtig, mit welchen Menschen ich zusammenarbeite. Die Gespräche mit dem Aufsichtsrat mit Axel Hefer an der Spitze sowie Matthias Tillmann und Christina Rühl-Hamers waren sehr gut und gleichzeitig vertraulich, so dass ich im Nachgang direkt ein gutes Gefühl hatte.“
…die Rollenprofile im Sport: „Ben Manga und Youri Mulder ergänzen sich gut. Ben hat seinen Schwerpunkt im Scouting. Youri ist der erste Ansprechpartner für den Trainer, die Mannschaft, den Staff und die Medien. Jeder kann in dieser Konstellation seine Stärken einbringen.“
…die Bedeutung des Trainers und der Transfers: „Der Trainer ist für mich die wichtigste Position im Sport, er darf aber nicht der mächtigste sein. Dennoch würde ich nie einen Spieler verpflichten, den der Trainer nicht haben möchte, das ist von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Wir müssen durch eine gute Vorbereitung und Klarheit der Spielerprofile dafür sorgen, dass alle in die gleiche Richtung denken.“
…die Diskussionskultur: „Ich bin ein Freund davon, kritisch miteinander zu sein. Wichtig ist, dass wir inhaltlich diskutieren und es nie gegen Personen geht. Vertrauen ist dafür die Basis – das spüre ich. Wir können nur im Team erfolgreich sein.“
…die Trainersuche: „Die Trainersuche hatte neben der Kaderplanung in den letzten Wochen Priorität. Der Trainer ist der Schlüssel, um den Fußball auf den Platz zu bekommen, für den wir als Schalke stehen möchten.“
…die Art des Fußballs auf Schalke: „Die erste Frage, die es bei der Besetzung des Trainerpostens zu klären galt, lautete, welchen Fußball wir auf Schalke überhaupt spielen möchten. Ein destruktiver, passiver Fußball passt nicht zu Schalke. In der S04-Historie gibt es zwei Ansätze: Arbeitermentalität und Schalker Kreisel. Wir wollen eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die Fußball lebt, arbeitet und mutig spielt. Die den Teamgeist lebt, die aktiv und zielstrebig agiert mit dem Willen, jedes Spiel zu gewinnen.“
…den Suchprozess: „Darauf aufbauend haben wir ein Trainerprofil definiert und sind dann den Suchprozess angegangen. Uns war wichtig, dass unser Coach verschiedene Kompetenzen mitbringt und diese in seiner täglichen Arbeit vereint: Sach- und Vermittlungskompetenz, aber auch Führungs- und Sozialkompetenz. Anhand von vielen Gesprächen in unterschiedlichsten Konstellationen sowie über verschiedene Datenanalysen ist eine Shortlist mit unseren Favoriten entstanden. Diese Kandidaten haben wir dann persönlich kennengelernt und intensiv geprüft.“
…das Trainerrofil: „Dass der neue Cheftrainer Erfahrung in der 2. Bundesliga Deutschlands hat, war in unserem Suchprofil eher untergeordnet. Wichtiger war uns, dass der Trainer zu unserer Spielidee passt. Dass er Spieler begeistern und besser machen kann, eine klare Handschrift hat und auch schwierige Situationen meistern kann. Am Ende ist unsere gemeinsame Wahl mit voller Überzeugung auf Miron Muslic gefallen. Ich verfolge Mirons Weg bereits seit dreieinhalb Jahren sehr intensiv. Und selbstverständlich haben sich auch Ben und Youri schon seit geraumer Zeit mit ihm beschäftigt.“
…mögliche Ziele für die kommende Saison: „Nach zuletzt zwei Jahren im Abstiegskampf sollten wir demütig, aber gleichzeitig maximal ambitioniert sein. Der Fokus muss auf der täglichen Arbeit im Profileistungszentrum liegen. Das ist das Entscheidende. Wir benötigen einen klaren Plan, den wir gemeinsam konsequent umsetzen. Entscheidend ist, dass wir nicht viel erzählen, sondern handeln.“
Foto-Quelle: FC Schalke 04
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