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Galopp Düsseldorf: Hickst und Berglar greifen erneut in der „Diana“ an

Kölner Trainer und Besitzer waren bei Premiere am Grafenberg erfolgreich.


An diesem Sonntag, 3. August, verwandelt sich die Galopprennbahn in Düsseldorf wieder in ein buntes Familienfest: Der Renntag rund um den Henkel-Preis der Diana steht an – und damit der Höhepunkt der Rennsportsaison am Grafenberg. Henkel unterstützt das Rennen in diesem Jahr zum 20. Mal in Folge als Hauptsponsor. Es geht um 500.000 Euro Preisgeld und viel internationales Renommee. 15 dreijährige Klassestuten aus Irland, England, Frankreich und Deutschland treten mit ihren Weltklassejockeys im wichtigsten Rennen des Jahres über 2.200 Meter an und machen den Henkel-Preis der Diana 2025 erneut zu einem selten gesehenen Turf-Fest. Der internationale Premium-Renntag erfährt durch die drei Rennen umfassende Übertragung in 29 Länder im Rahmen des World Pools eine weltweite Beachtung.

Nach dem seit 1834 gelaufenen Union-Rennen ist es das zweitälteste bestehende Pferderennen Deutschlands und wird 2025 zum 167. Mal entschieden. Zunächst in Berlin-Tempelhof gelaufen, wurde es später in Mülheim und zuletzt in Hamburg ausgetragen, bevor es am 4. Juni 2006 erstmals in Düsseldorf stattfand. Gewonnen wurde das Rennen damals von der Mitfavoritin Almerita für Besitzer Christoph Berglar und Trainer Waldemar Hickst (Foto). 19 Jahre später versuchen die beiden Kölner mit der Stute Nyra die Wiederholung, diesmal mit dem deutschen Championjockey Thore Hammer-Hansen im Sattel. Allerdings erwartet sie starke Konkurrenz von 14 anderen Teams, insbesondere von drei internationalen Top-Pferden.

Weltklassejockey Ryan Moore kommt zum Grafenberg

Mit Startnummer „1“ tritt Garden of Eden für den irischen Meistertrainer Aidan O’Brien an. Dieser hat zwar bereits alle großen Rennen dieser Welt gewonnen, in Deutschland aber bis dato noch nie. Im Sattel wird mit Ryan Moore einer der besten Jockeys weltweit sitzen. Der 41-Jährige gilt als Ausnahmekönner seines Faches und gewann mit dem Englischen Derby, dem Prix de l’Arc de Triumph und dem Japan Cup schon viele große Rennen dieser Welt. Garden of Eden siegte zuletzt in den „Ribblesdales Stakes“ beim Royal Ascot Meeting. Sie ist die erste Teilnehmerin, die die neue „Win and you are in“-Regelung nutzt und damit ohne zusätzliche Gebühr für die „Diana“ nachgenannt werden konnte.

Beste Referenzen hat aber auch Godolphins Spirited Style unter William Buick. Die frische Siegerin aus Newmarket wurde am Montag für 50.000 Euro nachgenannt. Ihr Trainer Charlie Appleby gewann bisher in Deutschland bereits siebenmal auf höchstem Niveau. Ein Sieg in einem deutschen Klassiker fehlt ihm allerdings noch. Aus Frankreich reist Kiamba aus dem Stall von Trainer Mario Baratti an. Ihr könnte der zu erwartende Boden im Bereich „gut bis weich“ entgegenkommen.

Ausgesprochener Diana-Spezialist mit bislang sechs Siegen ist Trainer Andreas Wöhler. Im Team mit Jockey Adrie de Vries könnte Lady Charlotte für ein besonderes Düsseldorfer Doppel sorgen: Nicht nur, dass Besitzer Marian Ziburske gebürtiger Düsseldorfer ist. Gemeinsam feierte das Team bereits am Königsallee-Renntag mit Lady Ilze den Erfolg in den „German 1.000 Guineas“. Doch zwischen Lady Charlotte und den anderen deutschen Top-Stuten wie Nicoreni, Santagada und Innora liegt gefühlsmäßig nicht viel. Diese gehen alle mit Vorleistungen an den Start, die mindestens gute Platzierungen erwarten lassen. Vorjahres-Siegjockey Martin Seidl hat mit Lips Vega und Startnummer „8“ ebenfalls eine chancenreiche Stute unter dem Sattel. Die frisch gebackene Derby-Siegreiterin Nina Baltromei tritt mit Meeresbrise eher mit Außenseiter-Chancen an.

Fritz Henkel-Preis, BBAG-Auktionsrennen und Preis der Perlenkette.

Auch das Rahmenprogramm bietet ein wahres sportliches Feuerwerk mit weiteren hochkarätigen Rennen. So wartet der Fritz Henkel-Preis über die Meile mit einem Preisgeld von 55.000 Euro auf. Vorjahres-Sieger Geography mit Jockey Andrasch Starke sollte hier das Maß aller Dinge sein. Dagegen möchte insbesondere Eckhard Sauren etwas unternehmen. Der Präsident des Kölner Renn-Vereins versucht es gleich mit drei Pferden aus seinem Besitz und lässt Next Mine, Penalty und Glady Tiger satteln. Der Franzose Breizh Sky und der aus Tschechien anreisende Aigle Vaillant sorgen für die internationale Note.

In dem mit 52.000 Euro dotierten BBAG-Auktionsrennen versuchen mit Danylov und Ostseesonne auch zwei Düsseldorfer Pferde aus den Quartieren von Sascha Smrczek und Katja Gernreich mitzumischen. Im 2. Lauf zum traditionsreichen Preis der Perlenkette, in dem ausschließlich weibliche Reiterinnen starten dürfen, wird insbesondere die Mülheimerin Nina Baltromei versuchen, weitere Punkte zu holen. In der Gesamtwertung steht die Preisträgerin von 2024 bislang auf Platz fünf.

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