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Galopp Iffezheim: Kämpfer – Name des Steinberg-Wallachs ist Programm

40:10-Chance beweist mit Jockey Rene Piechulek im Sattel Stehvermögen.


Pferdenamen können richtungsweisend sein: Kämpfer (Foto/Quote 40:10), ein vierjähriger Wallach aus dem Münchner Erfolgsstall von Trainerin Sarah Steinberg, machte am Eröffnungstag der „Großen Woche“ auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden, seinem Namen wahrlich alle Ehre. Damit gingen neben dem 70. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (55.000 Euro, 2.000 Meter) beide Highlights des Tages an das Team Piechulek/Steinberg.

Im Stall Siepenblick 2.8 – Steher Cup (25.000 Euro, 2.800 Meter), dem Höhepunkt des Rahmenprogramms, bewies der vom Gestüt Röttgen (Köln-Heumar) gezogene Protectionist-Sohn seine großen Qualitäten. Beim ersten Versuch in dieser Klasse setzte er seine Siegesserie fort, denn er landete den vierten Karrieretreffer beim erst fünften Start. Jockey Rene Piechulek schaffte auf Kämpfer noch mit einer halben Länge die Wende gegen die auf der Geraden früh in Front gezogene Partnun und den innen heranstürmenden Admiral Lips. Elano, der am Start gestiegen war, musste sich mit Rang vier begnügen.

Rene Piechulek: „Es war ein Riesenschritt“

Züchter und Besitzer Lothar Grabe hatte als Sponsor der Prüfung zwei Ehrenpreise zur Auswahl gestellt, von denen sich die sechsköpfige Besitzergemeinschaft der Bayern Preußen Connection einen Preis aussuchen konnte. „Es war natürlich ein Riesenschritt, bisher waren wir sehr vorsichtig mit ihm. Man weiß noch nicht, wo seine Grenzen sind. Denn er hat ja nie leicht gewonnen“, sagte Kämpfers Jockey Rene Piechulek.

Trainerin Sarah Steinberg fügte hinzu: „Er ging immer weiter, obwohl er nie überlegen voraus ist. Nun steuern wir das St. Leger in Dortmund an. Die Besitzer sind eine bunt gemischte Gruppe aus Bayern und NRW. Sie haben ihm viel Zeit gegeben.“

Die Zweitplatzierte Partnun hielt sich lange in der Nähe des Siegers auf. „Sie läuft immer brav nach vorne“, kommentierte ihr Betreuer Waldemar Hickst (Köln). Auch Admiral Lips verkaufte sich als Dritter bestens. „Wir sind zufrieden, denn es war sein erster Start in dieser Klasse“, so Trainerin Eva Fabianova.

Chiefland ein Pferd mit großer Zukunft

Einen sehr veranlagten Nachwuchsgalopper dürften die Besucher in der einleitenden Zweijährigen-Prüfung über 1.400 Meter gesehen haben. Denn der von Henk Grewe in Köln vorbereitete Chiefland wurde beim Einstand unter Leon Wolff seiner Rolle als 17:10-Favorit glänzend gerecht. Locker verwies er den Schlenderhaner Shejtan und Spezialist auf die Plätze.

„Er war noch ein wenig unreif, dürfte aber durch den Start einiges gelernt haben“, berichtete Jockey Leon Wolff. Besitzer des 50.000 Euro-BBAG-Kaufs ist das Syndikat „Liberty Racing 2024 Gold“. Syndikats-Manager Lars-Wilhelm Baumgarten meinte: „Chiefland hatte am Montag sehr gut gearbeitet, so dass wir mit viel Optimismus angetreten sind. Wir werden in Ruhe die weitere Route besprechen. Auf jeden Fallist er ein Pferd für die klassische Route im nächsten Jahr.“

Eine Spezialistin für Meetingsbahnen scheint Mandy’s Girl zu werden, denn nach ihrem Erfolg in Hamburg setzte sich die von Frank Fuhrmann in Möser bei Magdeburg trainierte Stute als 132:10-Außenseiterin mit Concetto Santangelo auch in einem 1.000 Meter-Handicap in Iffezheim in Szene.

Überraschung in der ersten Viererwette

Mit einer Überraschung endete das erste Rennen mit der Viererwette, eine 2.000 Meter-Prüfung, als die von Jutta Mayer aus München engagierte Oui no si (113:10) beim zehnten Start unter Rene Piechulek erstmals ganz vorne war. Adios Amor, Santino Corleone und Let him run free vervollständigten die Viererwette, die 317.584:10 Euro brachte.

Auch Stall Chronos‘ Sommersby (33:10) setzte in einem 1.600 Meter-Rennen seine grandiose Serie fort, als der von Andreas Wöhler (Gütersloh) vorbereitete Wallach mit Eduardo Pedroza souverän vor dem im Besitz von Martin Kronimus stehenden Kronimus und Montanus triumphierte.

Derby-Siegreiterin Nina Baltromei (Mülheim) bewies in der abschließenden 1.600 Meter-Prüfung eiserne Nerven, als sie Gestüt Park Wiedingens Dragon Magic (22:10) für Trainerin Yasmin Almenräder vom letzten Platz zum Erfolg gegen Quiara, Elli Pirelli und Night Star führte. Es war schon der zweite Sieg des von ihr gesteuerten Hengstes 2025 in Iffezheim.

Der Wettumsatz in den acht Prüfungen am Samstag betrug 652.188,93 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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