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Galopp Iffezheim: Gäste dominieren im „Fillies Cup“ eindeutig

Starterinnen aus England und Frankreich landen auf ersten sechs Plätzen.


Es war ein Run, wie man ihn kaum einmal in der letzten Zeit auf ein solches Rennen erlebt hat: 16 Stuten bestritten am „Ladies Day“-Samstag das Hauptrennen des Rahmenprogramms auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden. Und im „WACKENHUT Fillies Cup“ (25.000 Euro, 1.400 Meter) beherrschten die Gaststuten komplett die Szene.

Mit einer tollen Aufholjagd setzte sich die von Andrew Balding für Susan Bunney und Norman Court Stud in Berkshire trainierte Miss Information (Foto) als 55:10-Chance gegen die aus äußerer Box lange führende Französin Charibelle, die stark nachsetzende Engländerin Santa Savana und Temptable aus Frankreich in Szene. Insgesamt landeten auf den ersten sechs Plätzen ausschließlich Pferde, die sich in englischem oder französischem Besitz befinden.

Nach zwei Erfolgen in hochdotierten Handicaps bedeutete dies beim ersten Start in einem Black Type-Rennen den ersten Triumph für Miss Information, der mit 15.000 Euro Prämie honoriert war.

„Sie kam nicht so gut aus der Startmaschine“, berichtete Jockey Callum Hutchinson. „Doch dann zog sie immer besser an. Schon Miss Informations Treffer in Royal Ascot war stark. Die Stute hatte sich deutlich verbessert.“ Die Viererwette brachte 31.827:10 Euro.

Believe in Me mit fulminantem Endspurt

Insgesamt 13 Pferde bereitet Trainerin Sarah Weis in Köln vor. Ihre Hoffnungsträgerin Nummer eins dürfte seit diesem Samstag die zweijährige Stute Believe in Me (50:10) sein, die im Gestüt Etzean Winterkönigin Trial (10.000 Euro, 1.400 Meter) für den ersten Meetingstreffer ihres Jockeys Adrie de Vries sorgte.

Mit einem fulminanten Endspurt schaffte die Intello-Tochter noch knapp die Wende gegen die Favoritin Deia’s Delight und Ajaxania. Für den Preis der Winterkönigin beim „Sales & Racing Festival“ im Oktober kommt sie allerdings kaum in Frage. „Sie hat keine Nennung, ist eher eine Kandidatin für die italienische Winterkönigin. Wenn sie früher auf freie Bahn gekommen wäre, hätte sie leichter gewonnen“, meinte ihr Eigner Klaus Hofmann (Stall Lucky Owner).

Eingeleitet hatte Derby-Siegreiterin Nina Baltromei (Mülheim) den Renntag mit einem Erfolg in einem 1.200 Meter-Handicap auf dem von Christian Wolters in den Niederlanden vorbereiteten Terratino Fire (105:10) gegen Heaven’s On Fire und Lady Miller.

Iffezheimer Volltreffer durch Gerald Geisler

Schon weit vor dem Ziel stand ein Iffezheimer Volltreffer fest: Santino Corleone (46:10), den Gerald Geisler für Godfather Racing vor Ort betreut, kam im Amazonenreiten (2.200 Meter) unter Anna-Lena Weidler zu einem völlig ungefährdeten Erfolg vor Storm and Conquest, Let him run free und Coriolan. Die Viererwette brachte 3.850:10 Euro.

Sie konnte wohl kein besseres Debüt geben als mit einem Sieg: Die von Andreas Suborics (Köln) erstmals engagierte Fährhoferin J’Adore L’Or (49:10) gab sich beim Erstauftritt gegen Plush und King Karim keine Blöße.

Die „Festspiele“ der Münchner Trainerin Sarah Steinberg bei der „Großen Woche“ gingen auch in einem 3.200 Meter-Rennen weiter, als Antinori (37:10) für die Besitzergemeinschaft Liberty Racing 2023 Kings an der Spitze mit Rene Piechulek gegen Itabuna und Dalipur immer weiterzog.

Slowakische Sensation auch bei Galoppern

Nicht nur im Fußball sorgt die Slowakei derzeit für Furore, sondern auch bei den Rennen in Iffezheim. Denn genauso wenig wie beim Sieg gegen die deutsche Nationalmannschaft hatte man mit einem Erfolg der slowakischen Stute Free Folie (273:10) in einem 2.400 Meter-Rennen gerechnet, doch auch hier gab es eine Sensation. Jockey Michal Abik rettete innen einen minimalen Vorsprung vor dem Iffezheimer Vertreter Havoc und Tramina.

Top-Jockey Andrasch Starke durfte sich im abschließenden 1.400 Meter-Rennen über den ersten Meetingserfolg im Rahmen der „Großen Woche“ freuen, den zweiten Tagestreffer für den Kölner Trainer Peter Schiergen mit der Ittlingerin Springtime (31:10), die bequem an Cyanea, Icatu und Willy Campbell vorbeistürmte. Hier brachte die Viererwette 27.543:10 Euro.

Der Wettumsatz in den neun Rennen am Samstag belief sich auf 748.468,77 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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