Startseite / Fußball / 1. Bundesliga / Analyse zu „Bundesliga bewegt“: Jeder Euro zahlt sich mehr als doppelt aus

Analyse zu „Bundesliga bewegt“: Jeder Euro zahlt sich mehr als doppelt aus

DFL Stiftung und 21 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga engagiert.
Mit dem Programm „Bundesliga bewegt“ adressieren die Stiftung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie 21 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga den akuten Bewegungsmangel in Deutschland und motivieren jedes Jahr mehr als 22.000 Kinder zu mehr Bewegung.

Eine aktuelle Social Return on Investment (SROI)-Analyse zeigt nun: Jeder investierte Euro in das Programm erzeugt 2,34 Euro an gesellschaftlichem Mehrwert. Insgesamt werden so jährlich rund zehn Millionen Euro messbarer Nutzen geschaffen.

Zugang zu Bewegung – unabhängig von sozialem Status

In Deutschland erfüllt nur ein Bruchteil der jungen Menschen die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Besonders betroffen sind Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Lebensverhältnissen. Hier setzt „Bundesliga bewegt“ an. Das Programm, das 2022 von der DFL Stiftung, dem Sport-Club Freiburg und dem SV Werder Bremen initiiert wurde, verfolgt das Ziel, allen Kindern in Deutschland – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status – Zugang zu hochwertigen, sportartenübergreifenden Bewegungsangeboten zu ermöglichen.

Dabei kooperieren die mittlerweile 21 teilnehmenden Profiklubs mit Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Qualifizierte Fachkräfte und Übungsleitende begleiten die Angebote, lokale Netzwerke werden aufgebaut und die Strahlkraft des Profifußballs unterstützt dabei, dass Bewegung zum positiven Erlebnis wird. Dass sich dieses Engagement auch für die Gesellschaft auszahlt, zeigt die neue SROI-Analyse der DFL Stiftung.

Höhere Erwerbseinkommen und geringere Arbeitslosigkeit

Eine Social Return on Investment (SROI)-Analyse berechnet, welchen finanziell messbaren Mehrwert ein soziales Projekt im Verhältnis zu seinen Investitionen erzeugt. Der errechenbare Mehrwert von „Bundesliga bewegt“ entsteht durch langfristige Effekte einer gesteigerten Bewegungsaktivität, insbesondere durch höhere Erwerbseinkommen, geringere Arbeitslosigkeit sowie reduzierte Gesundheitskosten. So ergibt sich eine sogenannte Sozialrendite von 2,34. Das heißt: Jeder investierte Euro zahlt sich mehr als doppelt für die Gesellschaft aus.

Ergebnisse der Studie im Überblick

  • Investitionen: Rund 4,2 Millionen Euro pro Jahr
  • Gesamtwirkung: Jährlich rund zehn Millionen Euro errechenbarer gesellschaftlicher Nutzen
  • Wirkung pro teilnehmendem Kind: Jährlicher errechenbarer Mehrwert von rund 450 Euro
  • Wichtige Wirkungstreiber: Höhere Einkommen, geringere Arbeitslosigkeit, weniger Gesundheitskosten

Die Analyse wurde bewusst konservativ durchgeführt und berücksichtigt ausschließlich Effekte, die belastbar monetarisiert werden können. Positive Wirkungen wie mehr Lebensqualität, emotionale Resilienz oder ein gestärktes Selbstvertrauen der Kinder, die darüber hinaus zu erwarten sind, wurden nicht in die Berechnung einbezogen. Der berechnete Wert ist daher als Untergrenze des tatsächlichen gesellschaftlichen Nutzens zu betrachten.

„Die Ergebnisse der SROI-Analyse zeigen ganz klar: ‚Bundesliga bewegt‘ wirkt“, resümiert Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende der DFL Stiftung. „Sport und Bewegung sind wichtige Ressourcen für die Bildung und Entwicklung junger Menschen und bringen nachhaltig positive Effekte für unsere Gesellschaft. Dieses Potenzial gilt es noch besser zu hebeln, für unser aller Zukunft.“

Foto-Quelle: DFL Stiftung

Das könnte Sie interessieren:

Rot-Weiß Oberhausen: Wandgemälde ziert Mauer am Stadion

RWO-Legende Friedhelm Kobluhn ziert Außenwand der Spielstätte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert