Trainer George Scott wiederholt seinen Erfolg aus dem Vorjahr.
George Scott hat die Galopprennbahn in Dortmund-Wambel spätestens jetzt endgültig in sein Herz geschlossen. Der im englischen Newmarket tätige Trainer gewann wie schon im Vorjahr das wichtigste Rennen des Jahres der Dortmunder Saison, das 141. Deutsche St. Leger. Das mit 55.000 Euro Preisgeld dotierten Rennen der höchsten Kategorie über 2.800 Meter ist eine der ganz großen Traditionsprüfungen in Deutschland.
„Es ist toll wieder hier zu sein, die Atmosphäre ist großartig hier“, sagte Scott nach dem Erfolg des vierjährigen Caballo De Mar (Foto). „Er ist ein sehr gutes Pferd, gewinnt viele Rennen und war Zweiter beim Royal Ascot-Meeting. Er ist ein verdienter Sieger.“ Scott war auch voll des Lobes für das Dortmunder Geläuf. Ursprünglich hatte er etwas Bedenken wegen des durch Regen aufgeweichten Bodens. „Aber Adrie de Vries hat ihm den perfekten Ritt gegeben. Er ist ein Weltklassejockey.“ Mit Caballo De Mar will Scott, der im letzten Jahr mit Prydwen siegte, nun in Saudi-Arabien und Dubai an die großen Geldtöpfe der Rennen in der Wüste.
Der lange Zeit führende Waldnebel verteidigte den zweiten Rang noch gegen den Favoriten Lordano, der das St. Leger vor zwei Jahren gewonnen hatte. Doch der in Mülheim an der Ruhr von Marcel Weiß trainierte sechsjährige Wallach im Besitz des Präsidenten des Dortmunder Rennvereins, Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann, hatte nicht den glücklichsten Rennverlauf und kam am Ende nicht richtig weiter.
Valzeina gewinnt Auktionsrennen
Eine spannende Kampfpartie entschied die von Henk Grewe in Köln trainierte Valzeina im zweiten Hauptrennen des Tages, dem Preis der Stadt Dortmund. In dem mit 52.000 Euro dotierten BBAG-Auktionsrennen für zweijährige Stuten über 1.400 Meter zog Valzeina unter Antoine Hamelin immer wieder an und blieb am Ende eine halbe Länge vor Betty Ellen, dem Ritt von Adrie de Vries.
Der Renntag bot aber nicht nur Pferdeliebhabern viel zum Schauen: Rund 50 Oldtimer waren an dem Nostalgie-Renntag zu bestaunen. Musikalisch und kulinarisch wurden die Zuschauer in die 50er und 60er-Jahre entführt. „Wir wollten unseren Besuchern etwas Besonderes bieten, ich denke, das ist uns gelungen“, zog der Geschäftsführer des Dortmunder Rennvereins, Oliver Sauer, Bilanz. Der nächste Renntag lässt auch nicht lange auf sich warten: Am Samstag, 11. Oktober, ist das Finale der Grasbahn-Saison – erneut mit einem hochdotierten BBAG-Auktionsrennen für zweijährige Stuten.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein
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