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Galopp Köln: Französischer Top-Trainer Graffard greift im Preis von Europa an

Am Sonntag geht es im Weidenpescher Park um Preisgeld von 155.000 Euro.


Die grün-roten Rennfarben des Aga Khan Studs sind weltbekannt im Galopprennsport. Am kommenden Sonntag (28. September) sind sie im 63. Preis von Europa auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch durch den vierjährigen Hengst Sibayan prominent vertreten. Nach zwei Erfolgen in Frankreich strebt er nun seinen ersten Sieg auf höchstem Niveau an. Denn der seit 1963 im Weidenpescher Park ausgetragene Preis von Europa zählt zu nur sieben Rennen der Top-Kategorie, die es in jedem Jahr in Deutschland gibt. Um 16 Uhr sollen sich die Boxen in der mit 155.000 Euro Preisgeld dotierten Prüfung über die klassische Derbydistanz von 2.400 Meter öffnen.

Trainiert wird Sibayan im französischen Chantilly bei Paris von Francis-Henri Graffard. Der 48-jährige gehörte 2003 zum ersten Jahrgang des internationalen Godolphin Flying Start-Ausbildungsprogramm, das beispielsweise auch der Kölner Trainersohn Vinzenz Schiergen absolviert hat. Graffard lernte als Assistent bei Alain de Royer-Dupré, der viele Jahre große Erfolge mit Aga Khan-Pferden feierte. 2011 wurde Graffard selbst Cheftrainer, 2015 gelang ihm mit Erupt der erste Sieg in einem Top-Rennen.

Deutscher Derbysieger mit In Swoop

Seinen ersten großen Sieg in Deutschland feierte Graffard 2020, als er für das Gestüt Schlenderhan (Bergheim) mit In Swoop das Deutsche Derby gewann. In dieser Saison läuft es wie „geschnitten Brot“ für den Franzosen: So gelangen ihm am 6. September innerhalb von 30 Minuten zwei Treffer auf höchstem Niveau – durch Goliath im Großen Preis von Baden in Iffezheim und durch Sahlan im Prix du Moulin de Longchamp.

Gleich zwei Pferde schickt der französische Trainer Christophe Ferland ins Rennen, beide für deutsche Besitzer. Der dreijährige Think Giant gehört dem Kölner Rennvereinspräsidenten Eckhard Sauren, beim vierjährige Columbus ist der Präsident der Besitzervereinigung, Gregor Baum (Soltau), maßgeblich beteiligt. Beide sind aber nur Außenseiter.

Bestens in Deutschland bekannt ist Tiffany aus dem englischen Quartier von Sir Marc Prescott. Doch die fünfjährige Stute ist seit ihrem zweiten Platz im Großen Preis von Bayern im letzten November nicht mehr an den Start gekommen.

Peter Schiergen hat zwei Eisen im Feuer

Die deutschen Hoffnungen tragen zum einen das Gestüt Park Wiedingen und Trainer Peter Schiergen (Köln). Die vierjährige Egina gewann Anfang des Monats mit großem Kampfgeist den T von Zastrow Stutenpreis in Iffezheim bei Baden-Baden. Der dreijährige Path of Soldier war im Badener Grand Prix Fünfter hinter Goliath, nachdem er zuvor den vierten Rang im Deutschen Derby belegt hatte.

Zum anderen ist da Alleno, den Marcel Weiß in Mülheim für das Gestüt Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann vorbereitet. Der vierjährige Hengst war im Großen Preis von Baden Vierter, kam aber aus einer langen Pause nach seinem Sieg im Sauren Dachfonds Preis in Weidenpesch. Die Ittlinger Farben haben zuletzt 2023 durch India im Preis von Europa dominiert. Der Aga Khan gewann dieses Rennen vor 40 Jahren mit Sumayr, geritten von der französischen Jockey-Legende Yves St. Martin.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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