Michael Kostka erkämpft sich Stammplatz auf rechter Abwehrseite.

„Darauf haben wir lange gewartet“, sagte Rot-Weiss Essens Rechtsverteidiger Michael Kostka (21) nach dem 2:1-Auswärtserfolg beim FC Ingolstadt 04. Gemeint war die Tatsache, dass die Essener zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge landen und nach Punkten mit einem direkten Aufstiegsplatz gleichziehen konnten.
Genau wie beim vorherigen 2:1 gegen Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05 war auch der Dreier beim ehemaligen Bundesligisten in Ingolstadt hart erkämpft. „In der ersten Halbzeit hatte der FCI einige sehr gute Chancen, um in Führung zu gehen“, räumte Kostka ehrlich ein: „Nach der Pause konnten wir die Partie aber noch besser kontrollieren und auf unsere Seite ziehen. Aktuell fühlt es sich wirklich gut an.“
Das gilt auch für Kostka selbst, der im Nachwuchsbereich sowohl für deutsche als auch für polnischen Junioren-Nationalmannschaften am Ball war. Nach einigen Verletzungsproblemen während der Vorbereitung und zu Beginn der Spielzeit hat sich der gebürtige Hannoveraner auf der rechten Seite inzwischen gegen seinen starken Konkurrenten Jannik Hofmann (23), Leihgabe des 1. FC Nürnberg, durchgesetzt und verpasste in den letzten vier Begegnungen nur noch eine Minute.
Insgesamt gehörte Michael Kostka bei elf Einsätzen achtmal zur Startformation und füllt die großen Fußstapfen, die Julian Eitschberger (21) durch seine Rückkehr zu Hertha BSC auf der rechten Abwehrseite hinterlassen hatte, immer besser aus. „Ich bin jetzt bei 100 Prozent und freue mich, wenn ich dem Team helfen kann“, so Kostka.
Gleiches gilt auch für Jaka Cuber Potocnik (20), der bei seinem Startelf-Debüt per Kopfball für den wichtigen Führungstreffer sorgte. Schon zwei Tage vor dem Gastspiel in Bayern hatte der vom 1. FC Köln ausgeliehene Angreifer von Trainer Uwe Koschinat (54) erfahren, dass er seine Chance bekommen würde. Viele Beobachter hatten eher mit einer Nominierung von Marek Janssen (28) nach dessen Siegtor gegen Schweinfurt gerechnet. Cuber Potocnik, der zwischenzeitlich durch zwei Muskelverletzungen zurückgeworfen worden war, rechtfertigte jedoch Koschinats Vertrauen nicht nur wegen seines Tores.
„Jaka verfügt über außergewöhnliche Qualität. Nicht von ungefähr war halb Europa vor einigen Jahren hinter ihm her“, so der RWE-Trainer. „Wichtig ist jetzt, dass er noch widerstandsfähiger wird. Dann werden wir noch viel Freude an ihm haben.“ Zu Wochenbeginn reist Cuber Potocnik zur slowenischen U 21-Nationalmannschaft, die am Freitag im Rahmen der EM-Qualifikation in den Niederlanden antritt.
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