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Galopp Krefeld: Saurens Lommi gewinnt Herzog von Ratibor-Rennen

Drei Siege für Championjockey Thore Hammer-Hansen beim Saisonfinale.


Mit einer Sieben-Rennen-Karte ging am Samstag auf der Galopprennbahn im Krefelder Stadtwald bei echtem Herbstwetter vor 3.600 Zuschauern die Saison 2025 des Krefelder Rennclubs 1997 zu Ende. Im Mittelpunkt stand dabei das Herzog von Ratibor-Rennen. Die mit 55.000 Euro dotierte Zweijährigen-Prüfung über 1.700 Meter war das letzte Rennen der höchsten Kategorie in Deutschland. Nachdem am Morgen des Renntages der Favorit Abachi wegen Hustens abgemeldet werden musste, kamen nur fünf Pferde an den Start.

Der Sieg ging schließlich in den Kölner Stall von Trainer Henk Grewe, der mit dem im Besitz des Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren stehenden Co-Favoriten Lommi (23:10/auf dem Foto links), geritten von Thore Hammer-Hansen, und True Lion (Leon Wolff) sogar gleich die beiden Erstplatzierten stellte. Platz drei ging an den von Peter Schiergen vorbereiteten Nitaro (Rene Piechulek), während der Mitfavorit Zuender als Vierter ohne Möglichkeiten war. Zweieinhalb Längen Vorsprung hatte der Churchill-Sohn Lommi, der zuvor bereits Zweiter im Preis des Winterfavoriten in Köln war, im Ziel, nachdem er auf der Zielgeraden früh die Weichen auf Sieg gestellt hatte.

„Das war ein optimales Ergebnis“, so Henk Grewe, der im bundesweiten Trainer-Championat somit nun nur noch einen Punkt hinter Titelverteidiger Peter Schiergen liegt. Es war Grewes dritter Sieg in diesem Traditionsrennen, in dem er bereits 2018 mit Donjah und 2019 mit Wonderful Moon den Sieger gestellt hatte. Für Jockey Thore Hammer-Hansen war es der zweite Ratibor-Rennen-Erfolg, denn im letzten Jahr hatte er in dieser Prüfung bereits den Außenseiter Pompeo Dream zum Sieg geritten. Im fünften Rennen des Tages legte Hammer-Hansen, der in diesem Jahr zum zweiten Mal Championjockey in Deutschland wird, mit Maid Of Dragon aus dem Stall der Düsseldorfer Trainerin Katja Gernreich gleich einen weiteren Sieg nach.

Lommis Besitzer Eckhard Sauren dürfte mit den 32.000 Euro, die sein Hengst mit dem Sieg verdiente, erneut den Titel des erfolgreichsten deutschen Besitzers, den er sich schon 2024 gesichert hatte, perfekt gemacht haben. Züchter von Lommi ist übrigens der Krefelder Randolph Peters. Besitzer Eckhard Sauren hatte den Ratibor-Sieger im zurückliegenden Jahr bei einer Auktion im französischen Deauville für 78.000 Euro erworben. Ob Lommi auch ein Kandidat für das Deutsche Derby im kommenden Jahr ist, bleibt abzuwarten, denn es ist nicht gesichert, dass er das für das über 2.400 Meter führende Rennen das nötige Stehvermögen besitzt.

Das abschließende Rennen der Stadtwald-Saison, das passenderweise den Titel „Rennen um die Saisoneröffnung am 26. April 2026“ bekam (an diesem Tag startet man im kommenden Jahr in die Saison), wäre um ein Haar von einem Krefelder Pferd gewonnen worden, doch Erika Mäders Ohcorona kam nur als Zweite über die Linie. Geschlagen wurde sie von dem von Uwe Schwinn in Beckingen trainierten Wallach Dortmunder, auf dem Thore Hammer-Hansen zu seinem dritten Tagessieg kam.

Insgesamt wurden 174.817 Euro umgesetzt. Sehr ärgerlich war für den Krefelder Rennclub, dass in zwei Rennen gleich insgesamt vier Pferde nicht in Startbox zu bewegen waren und somit rund 13.000 Euro an Wetteinsätze zurückgezahlt werden mussten.

Vor dem Saisonauftakt 2026 trifft man sich aber in diesem Jahr noch einmal im Stadtwald. Denn am Dienstag, 23. Dezember, steht dort das traditionelle Weihnachtssingen an.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Krefelder Rennclub

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