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Erinnerung an Nazi-Opfer: Alemannia Aachen enthüllt Mahnmal

Mahnstein wurde in Kunstwerkstatt der Aachener Werkstätten gestaltet.
Drittligist Alemannia Aachen hat gemeinsam mit den Aachener Werkstätten der Lebenshilfe ein Mahnmal am Tivoli enthüllt, das den während der NS-Zeit ermordeten Alemannen jüdischen Glaubens gewidmet ist. Mit dem Mahnstein erinnert der Verein nicht nur an die Verbrechen der Nazis, sondern setzt zugleich ein kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander.

Der Mahnstein wurde in der Kunstwerkstatt der Aachener Werkstätten gestaltet – ein Ergebnis der bestehenden Sozialpartnerschaft zwischen den Werkstätten und dem Verein. Norbert Zimmermann, Geschäftsführer der Aachener Werkstätten, betont die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit: „Es freut mich sehr, dass wir im Rahmen der Sozialpartnerschaft mit Alemannia Aachen dieses besondere Mahnmal in unserer Kunstwerkstatt gestaltet haben. Es ist zugleich ein Zeichen für Teilhabe und Inklusion und gegen Diskriminierung.“

Auch innerhalb der Alemannia wurde das Projekt breit getragen. Die Initiative ging von der im Juli gegründeten Arbeitsgruppe „Nie wieder“ aus. In dieser AG arbeiten Vertreter des Fanprojekts Aachen, der TSV Alemannia Aachen GmbH und des Präsidiums sowie weitere engagierte Alemannen – darunter Thomas Wenge, der bereits vor zehn Jahren eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte in der NS-Zeit kuratierte. Die aktive Fanszene unterstützte das Projekt ebenfalls.

„Der Mahnstein erinnert uns an das, was nie wieder geschehen darf, und er verpflichtet uns zugleich, tagtäglich für Vielfalt, Respekt und Menschlichkeit einzustehen – auf dem Platz und in unserer Stadt“, betont Rachid Azzouzi, Alemannia Aachens Geschäftsführer Sport.

Auch die Stadt Aachen würdigt das Engagement. Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons bezeichnet den neuen Gedenkstein als deutliches Signal: „Dieser Mahnstein ist mehr als ein Symbol – er ist ein klares Bekenntnis der Aachener Werkstätten der Lebenshilfe und von Alemannia Aachen gegen das Vergessen. Gemeinsam zeigen wir: Wir vergessen nicht, wir stehen auf – für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander.“

Für die Alemannia hat das Erinnern einen zentralen Platz im Selbstverständnis des Vereins. Präsidiumsmitglied André Beckers verweist auf die historische Verantwortung: „Entstanden in der Kunstwerkstatt der Aachener Werkstätten der Lebenshilfe, erinnert das Mahnmal an die Alemannen jüdischen Glaubens, die während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Es mahnt uns, nie zu vergessen, und setzt ein kraftvolles Zeichen gegen Diskriminierung, für Vielfalt, gegen Ausgrenzung und für gelebte Inklusion.“

Foto-Quelle: Alemannia Aachen

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