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Traben Berlin-Mariendorf: Michael Nimczyk schnürt Doppelpack

Josef Franzl ist sogar dreimal erfolgreich und gewinnt beide Hauptrennen.


Die Veranstaltung auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf war unvergessenen Menschen gewidmet, die ihr ganzes Wirken in den Dienst des Trabrennsports gestellt hatten und es war keine Frage – sie hätten an dem Geschehen auf der Derby-Piste wahrlich ihre Freude gehabt. Bei eiskaltem, aber sonnigem Wetter setzten sich zumeist die klaren Favoriten durch – allerdings gab es auch eine deftige Überraschung.

Die Aufmerksamkeit ruhte diesmal insbesondere auf einem mit 10.000 Euro dotierten Vierjährigen-Rennen und es war zugleich der beste Beweis dafür, dass nicht die Anzahl der Starter, sondern ihre Qualität den Reiz einer Prüfung ausmacht. Denn es nahmen zwar nur fünf Pferde an dem Wettkampf teil – aber diese waren vom Allerfeinsten! Außerdem drehte sich alles um die Frage, ob die von Andreas Gläser präsentierte Komino Blue Lagoon nach acht Siegen nacheinander ungeschlagen bleibt.

Lange Zeit sah es tatsächlich auch danach aus. Denn obwohl es in der Startphase einigen gegnerischen Druck gab, wollte Andreas Gläser mit der zum Totokurs von 31:10 gehandelten Stute partout nicht die von der Position eins aus eroberte Führung aus der Hand geben. Josef Franzl blieb mit dem favorisierten Ustinov (17:10) daher nichts anderes übrig, als mit der Außenspur Vorlieb zu nehmen. Im Schlussbogen lösten sich beide Duellanten etwas von den weiteren Teilnehmern und es entwickelte sich ein heißer Fight. Erst kurz vor dem Pfosten schob sich Ustinov doch noch an Komino Blue Lagoon vorbei. Beide Pferde verbesserten ihre Rekordmarken zugleich erheblich. Und obwohl der Erfolg für Ustinov mit einer Halslänge Vorsprung relativ knapp ausfiel, war die Manier dennoch sehr souverän und der Wallach steht ebenso wie die in allen Ehren unterlegene Konkurrentin vor einer tollen Zukunft.

Sogar 20.000 Euro Preisgeld gab es im siebten Lauf der Gold-Serie zu verdienen. Und so sehr sich Josef Franzl bereits über den Sieg von Ustinov gefreut hatte, so stolz durfte er nun gemeinsam mit Rolf Dürr, dem Besitzer des Pferdes, auf Tyron Hill sein. Denn der Hengst beherrschte das hochkarätig besetzte Rennen Start-Ziel und wies auf den ersten Metern nicht nur die vehemente Attacke des letztlich drittplatzierten Purple Rain (Robbin Bot) ab, sondern besaß auch noch die Kraft, sich dem Schlussangriff von Sangria Pellini (Michael Nimczyk) zu widersetzen. Tyron Hill verwies die speedstarke Stute auf Rang zwei. Das war zweifellos ein kleines Wunder, denn nach einer 2024 erlittenen schweren Beinverletzung war Tyron Hills Rennlaufbahn eigentlich schon beendet. Doch nach einer erfolgreich verlaufenen Operation kehrte Tyron Hill nun dank seines eisernen Willens auf die Erfolgsbühne zurück.

Die Veranstaltung begann mit einem Rennen der gewinnarmen Klasse. Für Trouble und Michael Nimczyk (Foto) entwickelte sich alles zu einer reinen Pflichtaufgabe. Denn nach einem ruhigen Start flog die dreijährige Stute geradezu spielerisch an ihren Konkurrenten vorbei. Die Braune gewann mit sechs Längen Vorsprung. Der „Goldhelm“ aus Willich punktete auch mit Andrala, die zügig nach vorne ging und ihre Gegner auf der Zielgeraden regelrecht verlor. Sogar mit Weile-Vorsprung stürmten Josef Franzl und Henri de Jautais zum Sieg. Das Gespann hatte in einem Trotteur Francais sofort die Führung übernommen und ließ dem 20 Meter schlechter gestellten Gouritch (Thomas Reber) nicht den Hauch einer Chance. Damit war Josef Franzl mit drei Volltreffern der erfolgreichste Aktive.

Foto-Quelle: Marius Schwarz/traberpixx.de

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