Quick and Wild beschert Kölner Trainer den 59. Volltreffer in diesem Jahr.

Das erste Rennen der neuen Wintersaison auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel hat wohl die Vorentscheidung im Trainer-Championat 2025 gebracht: Es siegte der dreijährige Wallach Quick and Wild (Foto) für Henk Grewe. Der in Köln tätige Trainer strebt nach 2019 und 2020 seinen dritten Meistertitel an. Mit 59 Siegen in Deutschland liegt er nun einen Treffer vor Titelverteidiger Peter Schiergen, hat außerdem einen klaren Vorteil bei den zweiten Plätzen. Sie wären bei einem Sieg-Gleichstand entscheidend.
In dem mit 8.000 Euro dotierten Auftaktrennen über 1.700 Meter für dreijährige Pferde setzte sich Quick and Wild mit Thore Hammer-Hansen im Sattel für den Stall Golden Horse Racing leicht mit zweieinhalb Längen vor Ostseesonne und Artica Spirit durch. Letztere war die einzige Schiergen-Starterin in Dortmund. „Wir hatten zwar nicht die beste Startbox, aber am Ende ging alles leicht“, sagte Grewe nach dem wichtigen Sieg.
Der Geschäftsführer des Dortmunder Rennvereins, Oliver Sauer, zeigte sich mit dem Auftakt der Sandbahn-Saison, die bis zum nächsten März läuft, zufrieden: „Umsatz und Besuch waren gut, die Kombination Pferderennen und Trödelmarkt hat sich wieder bewährt.“ Noch ein Renntag steht in diesem Jahr auf dem Programm: In 14 Tagen ist am Sonntag, 28. Dezember, das große Saisonfinale mit der Ehrung aller Champions des Jahres.
Sullyvan kommt als Leichtgewicht zum Zug
Vermutlich wird Henk Grewe unter den Geehrten sein, obwohl er im „Borussia Brauerei Champion Rennen“ leer ausging. Der favorisierte dreijährige Düx spielte in dem mit 7.200 Euro dotierten Rennen über 1.950 Meter keine Rolle. Stattdessen gewann überlegen das Leichtgewicht in dem Zehnerfeld das Handicaprennen, bei dem die Vollblüter nach Vorleistungen unterschiedliche Gewichte tragen müssen.
Es siegte der dreijährige Sullyvan, trainiert von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr, und geritten vom Auszubildenden am Schiergen-Stall, Esentur Turganaaly Uulu. „Wir mussten sehen, ob Sullyvan die Sandbahn mag“, sagte Weiß, der ebenfalls zum ersten Mal auf Sand gewonnen hat. „Jetzt planen wir noch weitere Starts in Wambel.“
Sullyvan lief in den Rennfarben des Gestüts Ittlingen (Werne), das auch Züchter ist. Hinter Ittlingen steht Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann, der Präsident des Dortmunder Rennvereins. In dem Rennen wurde auch die Viererwette ausgespielt: In der Reihenfolge Sullyvan vor Asaaleeb, Darling Jay und Stay First brachte sie eine Quote von 33.333:10.
Woody Wood wieder erfolgreich
Jockey-Champion Hammer-Hansen gewann nicht nur mit Quick and Wild, sondern holte sich auch eine halbe Stunde später den Sprint über 1.200 Meter mit Vinnare für Trainer Frank Fuhrmann (Möser bei Magdeburg) vor dem Favoriten Energy Dragon mit Janina Boysen im Sattel. Die Weltmeisterin der Amateurreiterinnen entschädigte sich anschließend, denn es siegte die von ihr trainierte dreijährige Heaven’s On Fire, ebenfalls über 1.200 Meter. Im Sattel war Miguel Lopez aktiv.
Zwei Treffer verbuchte auch Trainer Jan Korpas: Mit dem dreijährigen Aral und mit Mr. Pablo gewann er zwei Prüfungen über 1.700 Meter. Die Siegreiter waren Sean Byrne und der Amateurreiter Matthew Johnson. Der vielleicht populärste Sieger des Tages war aber über 1.800 Meter der siebenjährige Woody Wood, den Andreas Suborics in Köln trainiert. Geritten wurde das Kultpferd, das stets von „Woody Woody“-Rufen begleitet wird, von Andrea Ricupa.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein
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