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Pyro und Pruschko: Rot-Weiss Essen nimmt offiziell Stellung

Aktive Fanszene zieht sich sogar Unmut der anderen Stadionbesucher zu.


Beim Jahresabschluss des Drittligisten Rot-Weiss Essen gegen den SSV Ulm 1846 Fußball (3:2) sorgte die aktive Fanszene des Traditionsklubs aus der Westtribüne mit nahezu pausenlosen Pyro-Aktionen und unangebrachten Spruchbändern wieder einmal für Aufsehen und zog sich zumindest phasenweise den Unmut der weiteren Stadionbesucher*innen zu. Eine hohe Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird die zwangsläufige Folge sein.

Besonders bemerkenswert: Zumindest im direkten Umfeld des „harten Kerns“ zeigte sich auch der erst vor wenigen Tagen bei der Mitgliederversammlung in den RWE-Aufsichtsrat gewählte Fanvertreter Lukas Pruschko. Auch dazu nahm der Verein jetzt in einer offiziellen Erklärung Stellung.

Wir veröffentlichen die Stellungnahme im Wortlaut:

„Auf der Westtribüne des Stadions an der Hafenstraße kam es zu Vorkommnissen, die im Verein und im Umfeld zu deutlichen Diskussionen geführt haben. Rot-Weiss Essen nimmt diese Entwicklungen sehr ernst und stellt klar: Der Spieltag war ein Signal, dass wir bestimmte Themen gemeinsam aufarbeiten müssen.

Die Vielzahl an Pyro-Aktionen und einzelne Inhalte auf Spruchbändern haben berechtigte Kritik ausgelöst. Leidenschaft gehört zu RWE, aber sie muss sich verantwortungsvoll ausdrücken und darf den Verein nicht schädigen oder gefährden. Themen wie unkoordinierte Pyro-Aktionen oder inakzeptable Aussagen auf Spruchbändern werden vom Klub klar abgelehnt.

Rot-Weiss Essen lebt von einer starken und leidenschaftlichen Fanszene. Diese Energie ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Dennoch erwarten wir, dass Fehlverhalten unterbleibt und der Verein weder finanziell, sicherheitsrelevant noch reputativ belastet wird.

Dass Lukas Pruschko am Samstag im unmittelbaren Umfeld der aktiven Szene im Block sichtbar war, hat Irritationen verstärkt. Dieser Punkt wird – wie alle Themen des Wochenendes – intern und sachlich aufgearbeitet. Gleichzeitig ist vollkommen klar: Als gewähltes Mitglied des Aufsichtsrats wird er weiterhin regelmäßig im Block präsent sein und die Perspektiven aller Fans vertreten.

Im Aufsichtsrat trifft diese Stimme künftig auf vielfältige weitere Sichtweisen, der Aufsichtsrat lehnt die Vorkommnisse vom Samstag klar ab. Die Mischung aus Nähe zur Fanszene und unterschiedlichen professionellen Erfahrungen im Gremium verstehen wir als Potenzial – nicht als Risiko.

Um Dialog und Verantwortung künftig noch enger zu verzahnen, startet ab Januar der „Arbeitskreis Fans“. Dieses neue Austauschformat bringt Fanvertreter, Vereinsführung, Fanprojekt, Sicherheitsorgane und den Aufsichtsrat regelmäßig an einen Tisch.

Lukas Pruschko wird in diesem Gremium eine Rolle übernehmen, um gemeinsam mit allen Beteiligten Strukturen zu stärken, Kommunikation zu verbessern und Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.

„Die Diskussion rund um das Ulm-Spiel zeigt, dass wir Themen im Verein geschlossen angehen müssen. Pyrotechnik und Inhalte einzelner Plakate werden wir intern aufarbeiten – klar, respektvoll und ohne Vorverurteilungen. Gleichzeitig sehen wir im ‚Arbeitskreis Fans‘ eine große Chance, Dialog und Zusammenhalt im Verein weiterzuentwickeln. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten das Wohl von Rot-Weiss Essen in den Mittelpunkt stellen“, erklärt RWE-Vorstand Alexander Rang.

Foto-Quelle: Rot-Weiss Essen

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