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Galopp Dortmund: Drittes Trainer-Championat für Henk Grewe

Sieg des zweijährigen Hengstes Asker untermauert dritten Titel.


Die letzte große Entscheidung des deutschen Galopprennjahres 2025 fiel schon früh am Tag: Bereits nach dem Auftaktrennen beim großen Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel war klar, dass Henk Grewe (auf dem Foto links) zum dritten Mal Trainer-Champion in Deutschland wird. Denn sein Konkurrent, Titelverteidiger Peter Schiergen (rechts), verpasste mit dem klaren Favoriten Turlow über 1.950 Meter den nötigen Sieg. Stattdessen gewann die dreijährige Stute Ostseesonne aus dem Stall von Gordon Batistic.

So war der Weg frei für Grewe, der seine Meisterschaft in der anschließenden Zweijährigen-Prüfung über 1.700 Meter mit dem überlegenen Erfolg von Asker untermauerte. „Das war ein Spaziergang“, sagte Jockey Leon Wolff, der auch das letzte Rennen des Jahres 2025 gewinnen sollte – mit dem fünfjährigen Alpenjäger (Foto unten), der aus dem Schiergen-Stall kommt. Es war ein kleines Trostpflaster für den neunmaligen Championtrainer Peter Schiergen, der in diesem Jahr zudem den 2.000. Sieg als Trainer feierte – nach 1.462 Erfolgen im Rennsattel.


Dichter Nebel beeinträchtigte die Sicht am letzten Renntag des Jahres, doch der Geschäftsführer des Dortmunder Rennvereins, Oliver Sauer, konnte dennoch zufrieden sein: „Wir hatten guten Besuch und Wettumsatz, das Geläuf hat sich trotz der schwierigen Bedingungen hervorragend präsentiert.“ Die Ehrung der Champions des Jahres sei gelungen, es habe sich gezeigt, der Rennsport halte zusammen, betonte Sauer, der sich bei der Ehrung über viele prominente Gesichter aus dem Galopprennsport freute, allen voran der Präsident des Dachverbandes „Deutscher Galopp“, Michael Vesper. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Sauer und denkt bereits über den nächsten Renntag in einer Woche, den deutschen Saisonauftakt 2026 am 4. Januar in Wambel nach.

Sibylle Vogt mit einem Hattrick

Einen besonders guten Tag zum Saisonabschluss erwischte Sibylle Vogt. Die aus der Schweiz stammende Reiterin gewann nicht nur mit Ostseesonne zum Auftakt, sie hatte noch zweimal den besten Durchblick. So siegte sie mit der siebenjährigen City Cat von Besitzertrainer Rosen Naskov über 1.800 Meter und mit der vierjährigen After Time, die in Belgien von Steven Leirs trainiert wird, im Sprintrennen über 1.200 Meter.

Zwei Siege konnte Nina Baltromei verbuchen – mit der von Axel Kleinkorres am Mülheimer Raffelberg vorbereiteten vierjährigen Stute Walencia über 1.800 Meter und mit Adjö über die Steherdistanz von 2.500 Meter für ihre „Lehrmeisterin“ Yasmin Almenräder. Für Baltromei waren die Treffer in Dortmund die Kirsche auf der Sahnetorte des Jahres 2025 – mit dem historischen Derbysieg auf Hochkönig im Sommer, nur wenige Wochen nach dem sie ins Profilager der Reiter gewechselt war und ihre Ausbildung bei Almenräder in Mülheim begonnen hatte. Als Amateurreiterin war sie in den Monaten zuvor erfolgreich genug, um sich letztmals das Championat in dieser Kategorie zu sichern.

Das wichtigste Handicap-Rennen des Tages über 1.200 Meter holte sich Trainer Christian von der Recke (Weilerswist) mit dem vierjährigen Artistic Mission, geritten von Lilli-Marie Engels. Von der Recke wurde in diesem Jahr zum 21. Mal Champion, darunter 16-mal als erfolgreichster Hindernistrainer.

Die Champions des Jahres 2025 auf einen Blick

Trainer: Henk Grewe
Jockey: Thore Hammer-Hansen
Besitzer: Eckhard Sauren
Züchter: Stiftung Gestüt Fährhof
Auszubildende: Esentur Turganaaly Uulu
Besitzertrainer: Romy van der Meulen
Amateur-Rennreiter: Kevin Braye
Amateur-Rennreiterinnen: Nina Baltromei
Trainer Hindernisrennen: Christian von der Recke
Besitzer Hindernisrennen: Stephan Ahrens u.a.
Hindernisjockey Hakim Tabet

Foto-Quelle: DRV/Marc Rühl

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