Essener Oberbürgermeister verurteilt Banneraktion der Ultra-Fans.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (Foto) verurteilt eine Aktion der Ultra-Fans des Drittligisten Rot-Weiss Essen während des Spiels gegen den SSV Ulm 1846 Fußball (3:2) im Stadion an der Hafenstraße. Anhänger hatten auf der Westtribüne ein Banner entrollt, auf dem die Aufschrift „Ganz Essen hasst die Polizei“ zu lesen war.
„Dieses Banner stellt eine völlig inakzeptable und gefährliche Haltung dar, die in keiner Weise die Werte unserer Stadt widerspiegelt. Essen ist eine Stadt des respektvollen Miteinanders, in der wir uns für ein sicheres und friedliches Zusammenleben einsetzen“, sagt Kufen. „Solche Aussagen, die pauschale Hassbekundungen gegen unsere Polizei verbreiten, haben keinen Platz im Stadion und in unserer Stadtgesellschaft.“
Kufen betonte, dass die Polizei in Essen und in ganz Deutschland eine unverzichtbare Rolle im Schutz der öffentlichen Sicherheit spielt. „Unsere Polizistinnen und Polizisten gehen jedes Wochenende mit großem Engagement und Verantwortung in die Stadien, um dafür zu sorgen, dass Fußballspiele sicher und ohne Zwischenfälle verlaufen“, so das Stadtoberhaupt. „Sie schützen nicht nur die Fans, sondern auch die Spielerinnen und Spieler sowie alle anderen Anwesenden. Die Arbeit unserer Polizei ist in einer Demokratie von unschätzbarem Wert.“
Der Oberbürgermeister machte auch deutlich, dass die Stadt Essen weiterhin fest an der Seite der Polizei steht: „Essen steht hinter unserer Polizei, die tagtäglich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgt. Wir werden jede Form von Gewalt und Hass gegen unsere Sicherheitskräfte entschieden ablehnen. Das ist nicht nur ein Appell an die Fanszene, sondern an alle Essenerinnen und Essener, die für ein respektvolles und sicheres Zusammenleben in unserer Stadt eintreten.“
Abschließend betonte Kufen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung selbstverständlich auch für Fußballfans gilt. „Aber die Grenzen dieses Rechts sind dort, wo andere Menschen angegriffen, bedroht oder in ihrer Sicherheit gefährdet werden. Ein Banner, das Hass schürt, darf niemals als Ausdruck einer Meinungsfreiheit toleriert werden.“
Die Stadt Essen setzt sich auch weiterhin für die Förderung von Toleranz, Respekt und gegenseitigem Verständnis ein und weiß sich dabei an der Seite des Vereins und der Vereinsverantwortlichen.
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Die Situation in Essen eskaliert. Auch von Seiten des Vereins müssen Grenzen gesetzt werden. Es dürfte zu erwarten sein, dass durch zielführende Maßnahmen verhindert wird, dass die Interessen des Vereins und die Interessen der Mehrzahl der Besucher missachtet werden. Alle Besucher der sog. Westtribühne müssen einer besonderen Kontrolle unterworfen werden. Damit wäre zu verhindern, dass gegen das Ordnungsrecht verstoßen wird. Ein besonderes Verhalten erfordert besondere Kontrollen. Dass ein Teilnehmer aus dieser Gruppe rechtswidrigen Verhaltens gegenwärtig zugleich Mitglied im Aufsichtsrat von RWE ist, ist nicht nur schwer verständlich, sondern geradezu herausfordernd. Die Sonderstellung der sog. Ultras muss ein Ende haben. Die Meinungsbildung der Besucher, die sich von den Ultras belästigt fühlen, ist nach meiner Auffassung abgeschlossen. Die Freiheit dieser Gruppe endet dort, wo die Freiheit der anderen Besucher beginnt, die sich ordnungsgemäß verhalten. Aber wenn man die Ultras von der Mannschaft nach und vor einem Spiel zuerst begrüßt, dann wird das Fehlverhalten der Ultras offensichtlich noch gewürdigt.