47-jährige Cheftrainerin erhält neues Arbeitspapier bis 30. Juni 2028.

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat schon vor dem 1:0-Heimsieg zum Ligstart gegen den SC Freiburg den Vertrag mit Frauen-Cheftrainerin Britta Carlson (Foto) vorzeitig bis zum 30. Juni 2028 verlängert. Die 47-Jährige war im Januar 2025 zu den Rheinländerinnen gewechselt. Zuvor war die Inhaberin der UEFA Pro Lizenz als Co-Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft tätig.
Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball und FC-Akademie weiblich, sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir den Vertrag mit Britta Carlson verlängert haben und unsere vertrauensvolle Arbeit gemeinsam fortsetzen. Unsere Mannschaft hat unter ihr eine großartige Entwicklung genommen. Die Handschrift von Britta ist klar erkennbar. Sie ist akribisch, ehrgeizig und hat ein sehr gutes Gespür für den Umgang mit ihrer Mannschaft. Es ist ein wichtiges Zeichen für unseren Frauenfußball, dass wir den eingeschlagenen Weg zusammen erfolgreich weitergehen können.“
Britta Carlson selbst erklärt: „Ich möchte mich beim 1. FC Köln und insbesondere bei Nicole Bender-Rummler für das Vertrauen bedanken. Das erste Jahr als Cheftrainerin in meiner Karriere liegt hinter mir. Mein Team, der Klub, die Stadt und die Fans haben es mir von Anfang an leicht gemacht, mich hier sehr wohlzufühlen, und eine Basis geschaffen, um erfolgreich zu arbeiten. Die Entwicklung unserer Mannschaft und unsere ambitionierten Ziele sind noch lange nicht am Ende. Deswegen freue ich mich sehr auf die Zukunft in einem ganz besonderen Klub.“
Carlson wurde am 3. März 1978 in Kiel geboren. Zu ihrer aktiven Zeit als Spielerin absolvierte sie 31 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft der DFB-Frauen und erzielte dabei vier Tore. Mit der DFB-Auswahl gewann sie 2005 die Europameisterschaft in England. Auf Vereinsebene spielte Carlson von 1998 bis 2004 für den Hamburger SV, von 2004 bis Winter 2006/2007 für den 1. FFC Turbine Potsdam und anschließend eineinhalb Jahre für den VfL Wolfsburg, ehe sie im Sommer 2008 in den Trainerstab der „Wölfinnen“ wechselte. Mit Potsdam wurde Carlson Deutsche Meisterin 2006, DFB-Pokalsiegerin 2005 und 2006 und UEFA-Women‘s-Cup-Siegerin 2005 (heutige UEFA Women’s Champions League).
Beim VfL Wolfsburg leistete sie als Co-Trainerin zwischen 2008 und 2018 ihren Beitrag, um ein Spitzenteam der Bundesliga zu formen, das national und international erfolgreich war. Mit den „Wölfinnen“ wurde sie einmal Siegerin der UEFA Women’s Champions League, viermal Deutsche Meisterin und fünfmal DFB-Pokalsiegerin.
Für die Fußball-WM der Frauen 2011 in Deutschland engagierte sich Carlson als Botschafterin. Auf dem Weg zur Lizenz als Fußball-Lehrerin, die sie 2012 erhielt, arbeitete Carlson ab Sommer 2011 zwischenzeitlich als Verbandssportlehrerin für den Norddeutschen Fußballverband (NFV) und als Co-Trainerin der U 17-Juniorinnen des DFB. Mit dem Team gewann sie 2012 die U 17-Europameisterschaft in der Schweiz und holte im gleichen Jahr Platz vier bei der WM in Aserbaidschan, ehe es 2013 zurück zum VfL Wolfsburg ging.
Im Jahr 2018 wechselte Carlson endgültig zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) und wurde Co-Trainerin der A-Nationalmannschaft der Frauen, die 2022 die Vize-Europameisterschaft und 2024 Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris holte. Von 2018 bis 2021 konzipierte Carlson in ihrer zusätzlichen Rolle als Koordinatorin der DFB-Juniorinnen gemeinsam mit der damaligen Sportlichen Leitung um Joti Chatzialexiou sowohl die Ausbildung als auch die Zusammenstellung der Trainerteams neu. Nach sechs Jahren beim DFB übernahm Carlson im Januar 2025 als Cheftrainerin die FC-Frauen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga, unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2026, den sie nun vorzeitig bis zum 30. Juni 2028 verlängert hat. Die Kölnerinnen führte sie aus dem Tabellenkeller der Google Pixel Frauen-Bundesliga ins gesicherte Mittelfeld.
Foto-Quelle: 1. FC Köln
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