25-Jährige steht noch beim FC Liverpool in Engand unter Vertrag.
Bayer 04 Leverkusen hat sich für die zweite Saisonhälfte in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auf der Torhüterinnen-Position verstärkt. DFB-Torhüterin Rafaela Borggräfe (auf dem Foto in der Mitte) wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom FC Liverpool aus der englischen FA Women’s Super League (WSL) zur Werkself.
„Rafaela Borggräfe hat sich über viele Jahre hinweg in Freiburg zu einer Top-Keeperin entwickelt und durch ihren Wechsel in eine andere Top-Liga obendrein internationale Erfahrung gesammelt“, sagt Achim Feifel, Sportlicher Leiter der Bayer 04-Frauen: „Nach einigen verletzungsbedingten Sorgen auf dieser Position komplettiert sie nun unser Torhüterinnen-Gespann, so dass wir für die Herausforderungen in den kommenden Monaten gut gerüstet sind.“
Borggräfe spielte von 2013 bis 2024 für den SC Freiburg, unterbrochen von einer einjährigen Leihe 2020/2021 zum FC Aarau in die Schweiz. Für die Freiburgerinnen absolvierte sie seit ihrem Debüt 2021 insgesamt 59 Bundesliga-Partien und stand 2019 und 2023 im DFB-Pokal-Finale. Im letzten Sommer wechselte die 25-Jährige nach Liverpool, wo sie in vier Pflichtspielen zum Einsatz kam. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchlief sie alle Nachwuchsteams und wurde im Dezember 2024 erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Außerdem stand Borggräfe im erweiterten Kader für die EM 2025.
„Ich freue mich sehr auf die Zeit bei Bayer 04 und darauf, mich voll auf unsere gemeinsamen Ziele zu konzentrieren“, sagt Borggräfe: „Ich möchte hier Verantwortung übernehmen und meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beitragen.“
Nach Sperre in England „eingehend mit dem Vorfall auseinandergesetzt“
Im letzten September hatte der englische Verband FA wegen einer Äußerung in Richtung einer Mitspielerin eine Untersuchung gegen Rafaela Borggräfe eingeleitet. Anschließend wurde die gebürtige Emmendingerin für sechs Spiele gesperrt. Inzwischen wurde der Vorfall mit allen Beteiligten aufgearbeitet. Außerdem entschied der DFB, dass die Torhüterin weiterhin Teil der Nationalmannschaft bleiben wird.
„Ich habe das sportrechtliche Verfahren akzeptiert und mich intensiv mit dem Vorfall auseinandergesetzt. Die begleitenden Gespräche und die Aufarbeitung haben mir geholfen, mein Verhalten und insbesondere die Wirkung von Sprache besser zu verstehen“, sagt Borggräfe: „Mir ist bewusst, dass Worte verletzen können und Verantwortung mit sich bringen. Es war zu keinem Zeitpunkt meine Intention, andere Menschen zu verletzen oder auszugrenzen. Werte wie Respekt, Offenheit und Vielfalt sind mir wichtig.“
Darüber hinaus ergänzt sie: „Diskriminierung widerspricht meinen persönlichen Werten und meinem Verständnis von Zusammenhalt im Sport und in unserer Gesellschaft. Es tut mir leid. Ich werde aus dieser Situation lernen und Verantwortung übernehmen.“
„Wir haben den Vorfall gemeinsam mit Rafaela ausführlich aufgearbeitet und sie hat uns ihre Sichtweise glaubwürdig geschildert“, sagt Thomas Eichin (rechts), Direktor Lizenz, der auch für die Bayer 04-Frauen verantwortlich ist: „Damit ist das Thema für uns geklärt. Wir freuen uns sehr über ihre Verpflichtung.“
Foto-Quelle: Bayer 04 Leverkusen
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