Deutscher Fußball-Bund würdigt ehrenamtliches Engagement.
Ehrenamtliches Engagement ist die Basis für die Arbeit der Sportvereine und ist auch für den FSV Gütersloh unerlässlich. Dieses Engagement wurde auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewürdigt, der Urkunden für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen an Elina Büttner (auf dem Foto rechts) und Matthias Kaiser (links) verliehen hat.
Die von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und vom westfälischen Verbandspräsidenten Manfred Schnieders unterzeichneten Urkunden wurden vor dem B-Juniorinnen-Regionalligaspiel des FSV gegen den VfL Bochum in der Tönnies-Arena unter dem Beifall des Publikums von FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter (mitte) überreicht.
Elina Büttner wurde als „Fußballheldin“ im Rahmen der „Aktion junges Ehrenamt“ ausgezeichnet. Die 22-Jährige kam 2014 als elfjähriges Mädchen zum FSV Gütersloh. Sie durchlief sämtliche U-Teams des Vereins und spielte von 2020 bis 2022 mit den Frauen in der 2. Bundesliga. Anschließend zog sie sich in die „Zweite“ zurück, stieg von der Westfalenliga in die Regionalliga auf und ist hier heute Kapitänin der „Ersten“.
Auch als aktive Spielerin war sie immer eine hilfreiche Ansprechpartnerin, die sich für die Belange des Vereins einsetzte. Im Sommer 2023 übernahm sie auch formell Verantwortung für die Nachwuchsförderung beim FSV, indem sie sich ehrenamtlich als Co-Trainerin des U 16-Teams engagierte. In der Saison 2024/2025 wechselte sie in das Trainerteam der U 17, die als Regionalligist in der höchsten deutschen Spielklasse spielt.
Auch hier übernahm sie ehrenamtlich nicht nur Aufgaben in der Trainingsleitung und im Spieltagcoaching, sondern war in vielfältiger Weise bei der Organisation von Trainingslager, gemeinsamen Reisen und diversen administrativen Angelegenheiten involviert. Auch als der Verein im Frühjahr 2025 mit einer Crowdfunding-Aktion öffentlichkeitswirksam ums finanzielle Überleben kämpfte, stellte sich Elina Büttner wie selbstverständlich als Gesicht für die Kampagne zur Verfügung.
Matthias Kaiser kam wie die „Jungfrau zum Kind“, wie er selbst sagt, doch jetzt ist er beim FSV Gütersloh kaum mehr wegzudenken. „Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es Mädchenfußball gibt“, blickt der 57-Jährige auf seine Anfänge beim Frauensportverein zurück.
Fünf Jahre, nachdem er 2014 seine Heimat in Landkreis Eichsfeld (Thüringen) verlassen hatte und nach Rheda-Wiedenbrück gezogen war, kam der frühere Torwart durch Zufall mit dem FSV in Kontakt. Er nahm das Angebot, als Torwart-Trainer des damaligen U 17-Bundesligateams zu arbeiten, mit Begeisterung an: „Disziplin, Ordnung, Respekt – da war Schliff drin. Es steckte ein Leistungsgedanke dahinter, und man hatte Ziele.“
Unter Jacqueline Dünker wurde er Co-Trainer der U 17, und als die 2. Frauenmannschaft 2018 in die Landesliga abstieg, schien Matthias Kaiser der richtige Mann, um den notwendigen Neuaufbau zu organisieren. Der Turnaround gelang. Als Meister schaffte der FSV II die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga, 2022 gelang sogar der Aufstieg in die Frauen-Regionalliga West. Dreimal erreichte die „Zweite“ mit „Matze“ Kaiser als Teamorganisator und Co-Trainer den Klassenverbleib, bis das Team 2025 zur „Ersten“ wurde.
Natürlich stellte er sich auch voll verantwortlich zur Verfügung, als Cheftrainer Mark Oliver Stricker im Januar nach einem Verkehrsunfall ausfiel. Neben dem Leistungsgedanken fesselt ihn aber auch die soziale und emotionale Bereicherung seines Lebens: „Ich habe hier viele Menschen kennengelernt, das Engagement beim FSV macht mir Spaß.“
Weil der umtriebige und hilfsbereite Matthias Kaiser ohnehin zu den „Dauergästen“ in der Tönnies-Arena zählt, wurde er auch in anderer Hinsicht zum Glücksfall für den FSV Gütersloh. Vor drei Jahren übernahm er zusätzlich den Posten des Platzwarts in der Tönnies-Arena. „Weil ich so gerne Trecker fahre“, scherzt Kaiser, der frühere Agrotechniker. Dabei nicht die Zeit zu vergessen, hilft ihm jetzt ein Ehrenamt-Geschenk vom DFB – eine schicke Uhr.
Foto-Quelle: Boris Kessler/FSV Gütersloh 2009
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