Reiterin Nina Baltromei war mit Wallach über 1.200 Meter erfolgreich.
Christian von der Recke ist einer der erfolgreichsten Galopper-Trainer in Deutschland. Schon seit Ende der 1980er-Jahre bereitet er Vollblüter vor, war viele Male Champion seiner Zunft. Doch einen Sandspezialisten wie den fünfjährigen Artistic Mission (Foto) hat selbst der „Magier von Weilerswist“ selten in seiner Obhut gehabt. Auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel gelang dem Wallach am Sonntag der vierte Sieg in Folge auf Sand in der laufenden Wintersaison.
Vor allem die Art und Weise, wie Artistic Mission diesen Renntag beendete, war höchst eindrucksvoll: In der 1.200 Meter langen Prüfung kam er anfangs mit dem hohen Tempo der vierköpfigen Konkurrenz kaum mit, doch schon Anfang der Zielgerade deutete sich an, dass es nur einen Sieger geben kann. „Es ist unbeschreiblich. Er sammelt alle mit Leichtigkeit ein, man muss sich eigentlich nur festhalten“, sagte Reiterin Nina Baltromei nach dem hochüberlegenen Sieg vor Energy Dragon.
„Wie er nach so einem Höllentempo noch so beschleunigen kann, habe ich nur selten gesehen“, staunte auch von der Recke. Der Trainer hatte bereits früh am Tag Grund zur Freude. Mit dem fünfjährigen Grand Attentione gewann er das sportlich wertvollste Handicap-Rennen des Tages, eine mit 7.000 Euro dotierte Prüfung über 2.500 Meter. Mit Alexander Pietsch im Sattel siegte Grand Attentione vor Adjö und Master of Lips.
Viererwette wird nicht getroffen
Einen überraschenden Ausgang nahm das „Stolzenhoff Großcatering-Rennen“ über 1.700 Meter. Die von Amateur Matthew Johnson gerittene Siegerin, die achtjährige Stute City Cat von Besitzertrainer Rosen Naskov, lag als 88:10-Chance noch im Bereich der Erwartungen. Doch mit Berrygate und Havana Spirit schoben sich zwei Riesenaußenseiter auf die Plätze vor die Mitfavoritin Kalajana – mit der Folge, dass die Viererwette nicht getroffen wurde.
„Damit können wir einen lukrativen Jackpot am 8. März anbieten, dem Abschluss der Wintersaison in zwei Wochen“, sagte der Geschäftsführer des Dortmunder Rennvereins, Oliver Sauer. „Trotz des schlechten Wetters sind wir zufrieden mit dem Besuch und dem Wettumsatz, der über dem Vorjahr lag“, zog Sauer kurz Bilanz, bevor es zur After Race-Party mit DJ Nils Koenig weiterging.
Die weiteren Sieger des Tages waren Woody Wood, trainiert von Andreas Suborics, geritten von Andrea Ricupa, Tiffany Twisted (Frank Fuhrmann/Martin Seidl) und Herm (Alexandra Liebert/Benjamin Marie).
Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein
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