32-jähriger Innenverteidiger wünscht sich mehr Zusammenhalt.

Erstmals seit neun Spieltagen (vier Siege und fünf Unentschieden) ging der Drittligist Rot-Weiss Essen beim 0:3 in Osnabrück wieder als Verlierer vom Feld. Dabei war das Team von Trainer Uwe Koschinat (54) trotz einer in vielen Bereichen ausbaufähigen Leistung keineswegs chancenlos. Mit 43 Punkten auf dem Konto sind die Essener 13 Runden vor dem Saisonende gerade einmal drei Zähler von einem direkten Aufstiegsplatz entfernt.
Zum Vergleich: In den bisherigen drei Spielzeiten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse kam RWE nach 25 Runden auf 32, 42 und 30 Zähler. Selbst in der bislang besten Saison 2023/2024 betrug der Abstand zu einem Aufstiegsplatz zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits sieben Punkte. Am Ende sprang damals Rang sieben mit 59 Zählern heraus. Die aktuelle Ausgangsposition vor dem Saisonendspurt ist also ungleich besser.
Dennoch war die insgesamt erst vierte Essener Saisonniederlage (Ligabestwert) für einige mitgereiste Fans Grund genug, die Mannschaft an der Bremer Brücke zum „Rapport“ vor die Kurve zu zitieren und einzelne Spieler sogar wüst zu beleidigen. Kein Wunder, dass sich Kapitän Michael Schultz (Foto/32) zu einem flammenden Appell an den Zusammenhalt innerhalb des Vereins veranlasst sah. „Wenn wir ein großes Ziel erreichen wollen, dann geht das nur gemeinsam“, betonte der Innenverteidiger: „Ich akzeptiere den Unmut der Fans nach diesem Spiel. Es ist völlig verständlich, dass sie unzufrieden sind. Ich lasse der Mannschaft aber nicht vorwerfen, dass wir nicht alles für den Verein geben. Das hat das Team oft genug bewiesen.“
Dabei sparte Schultz, der unter anderem beim wohl entscheidenden Gegentreffer zum 0:1 alles andere als eine gute Figur abgegeben hatte, keineswegs mit Selbstkritik. „Wir wissen selbst, dass wir gegen einen Gegner auf Augenhöhe kein Top-Spiel abgeliefert haben“, so der Abwehrspieler. „Es gab Momente, in denen der Gegner wacher und gedanklich schneller war. Jetzt geht es darum, uns zu schütteln und es dann in Rostock besser zu machen.“ Am kommenden Samstag, 28. Februar, steht ab 14 Uhr beim FC Hansa Rostock das nächste herausfordernde Auswärtsspiel an.
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