Ehemaliger Schlussmann im Alter von nur 54 Jahren verstorben.

Der deutsche Fußball trauert um Georg Koch (Foto). Der ehemalige Torhüter von Fortuna Düsseldorf, der in seiner Laufbahn auch für den MSV Duisburg, den FC Energie Cottbus, 1. FC Kaiserslautern und Arminia Bielefeld zwischen den Pfosten stand, verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von nur 54 Jahren.
Im Jahr 1991 wechselte Koch von der Spvgg. Erkenschwick zu Fortuna Düsseldorf. Ende 1992 erkämpfte er sich erste Einsatzzeiten im Tor der Rot-Weißen. Den Abstieg in die damals noch drittklassige Oberliga Nordrhein konnten er und seine Mannschaftskollegen aber leider nicht verhindern. Mit Koch als unumstrittenen Stammkeeper gelang den Flingeranern in der Folge nicht nur der direkte Wiederaufstieg, sondern in der folgenden Saison sogar der direkte Durchmarsch in die Bundesliga. In zwei Erstliga-Saisons hütete Koch den F95-Kasten, bevor es ihn in die Niederlande zum Top-Klub PSV Eindhoven zog. Koch bestritt insgesamt 118 Pflichtspiele für die Fortuna – so viele wie für keinen anderen Klub in seiner Laufbahn. Auch nach seinem Karriere-Ende im Jahr 2009 blieb er dem Verein freundschaftlich verbunden.
Im Mai 2024 gab er öffentlich bekannt, seit über einem Jahr unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt zu sein. Die Ärzte gaben ihm zum Zeitpunkt der Diagnose eine geschätzte restliche Lebenserwartung von sechs Monaten. Koch stellte sich der Krankheit und kämpfte. Trotz der niederschmetternden Nachricht behielt er seine liebenswürdige und empathische Art bei – Eigenschaften, die nicht nur von der Fortuna-Familie, sondern ganz Fußball-Deutschland so geschätzt wurden.
Die starke Verbindung von Georg Koch und der Fortuna wurde im Oktober 2024 Jahres nochmal deutlich: Bei einem von Koch initiierten Benefizspiel in Marienfeld war die F95-Traditionsmannschaft zu Gast und stand gemeinsam mit Weggefährten Kochs auf dem Rasen. Fortunas Aufsichtsratsvorsitzender Björn Borgerding überreichte dem „Schorsch“ außerdem ein Torwart-Trikot aus der damaligen Saison. Bei dem Benefizspiel kamen insgesamt 11.000 Euro zusammen, die größtenteils an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Sankt Augustin sowie die Jugendabteilung des VfR Marienfeld gespendet wurden. Aus den von den Ärzten geschätzten sechs Monaten wurden fast drei Jahre.
Foto-Quelle: FC Viktoria Köln
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