Mönchengladbacher feiert seinen 150. Karrieresieg im Fritz-Brandt-Rennen.
Die Veranstaltung auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf hatte am Karfreitag einiges zu bieten. Die Blicke der Zuschauer richteten sich vor allem auf den ersten Höhepunkt der noch jungen Saison – das schon seit über 90 Jahren ausgetragene Fritz-Brandt-Rennen für Amateurfahrer.
Insgesamt 18.000 Euro Preisgeld standen diesmal über den beiden Vorläufen und dem Finale des Klassikers, der dem Sportjournalisten und viermaligen deutschen Amateurmeister Fritz Brandt (1882 bis 1944) gewidmet ist. Er hatte sich zu seiner Zeit sehr für den Sulky-Sport eingesetzt. Weniger erfreulich begann der Renntag allerdings für einen der prominenten Teilnehmer. Denn der Belgier Kurt Roeges wurde beim Aufwärmen seines Schützlings Proud Beuckenswijk von einem entgegenkommenden fahrerlosen Pferd kalt erwischt. Während die beiden betroffenen Vierbeiner bei dem Vorfall offenbar nicht ernsthaft verletzt wurden, musste Kurt Roeges mit dem Verdacht auf eine Armfraktur ins Krankenhaus transportiert werden.
Für das Finale entschied sich Tom Karten (Foto/Mönchengladbach) für Uletto – genauso wie das Publikum, das den im Vorlauf nicht vom Renngeschehen begünstigten Wallach der Besitzergemeinschaft Reber/Werner auf den 30:10-Favoritenthron hob. Mit dieser Einschätzung des von Josef Franzl trainierten Fünfjährigen lagen die Zuschauer goldrichtig. Denn diesmal war der Verlauf ganz auf seiner Seite. Uletto trat blendend ein und konnte von der 2.000-Meter-Grundmarke aus sofort die Führung übernehmen. Auf der Gegenseite kämpfte sich die mit 20 Metern Zulage bedachte Olivia Greenwood mit Yanick Mollema zwar bis auf eine Länge heran. Doch der im Vergleich zum späteren Sieger deutlich weitere Weg erwies sich als zu steinig – am Ende blieb der vermeintlichen Hauptkonkurrentin nur der vierte Platz. Dafür entwickelten Tampa Bay und Maharani GB, die erneut von André Pögel und Sarah Kube gesteuert wurden, noch feine Reserven und belegten die Ränge zwei und drei.
Eine echte Gefahr wurden die beiden für den einsam seine Kreise ziehenden Uletto, der Tom Karten zugleich den 150. Karriere-Erfolg bescherte, aber nicht. Der Wallach gab seinen Zweieinhalb-Längen-Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Aufgrund eines technischen Defekts konnte keine Kilometerzeit genommen werden.
Bei den Profis kam der deutsche Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk (Willich) im Rahmenprogramm zu zwei Siegen und zwei dritten Plätzen.
Foto-Quelle: traberpixx.de
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