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FSV Gütersloh: Große Vorfreude auf Halbfinale im Westfalenpokal

FC Schalke 04 stellt sich Ostermontag in der Tönnies-Arena vor.


Zwei Tage vor dem Halbfinale im Frauen-Westfalenpokal richtet sich der Blick beim FSV Gütersloh auf ein Duell mit besonderer Brisanz: Das Team aus der Frauen-Regionalliga West tritt am Ostermontag, 14 Uhr, in der heimischen Tönnies-Arena gegen den ambitionierten FC Schalke 04 an, der die Westfalenliga souverän anführt. Die Rollen sind klar verteilt, doch der FSV geht voller Selbstvertrauen und großer Vorfreude in die Partie.

Schalke reist als Tabellenführer der Westfalenliga an, hat in 18 Spielen 17 Siege eingefahren und beeindruckt mit einer Torbilanz von 117:11. Am zurückliegenden Wochenende mussten die Königsblauen beim 2:3 gegen Borussia Dortmund II allerdings ihre bislang einzige Saisonniederlage hinnehmen – ein Ergebnis, das die Spannung vor dem Halbfinale noch erhöht.

Den Frust über die Niederlage im Ruhrpottderby schossen sich die Gelsenkirchenerinnen allerdings schon am Mittwoch mit einem 9:0-Triumph im Kreispokal-Halbfinale gegen den Landesligisten SpVgg Horsthausen von der Seele. Eine der Torschützinnen dabei war Sarah Grünheid. Die 35-Jährige, in der Saison 2015/2016 für den FSV Gütersloh in der 2. Frauen-Bundesliga erfolgreich auf Torejagd (14 Treffer in 20 Spielen), war vom FC Schalke 04 kurzfristig reaktiviert worden und ist seit 1. April spielberechtigt. Damit reagierte der Klub auch auf den Verlust von Mandy Islacker (37). Die Ex-Nationalspielerin, die in zwölf Ligaspielen nicht weniger als 30 Treffer erzielte, hatte vor zwei Wochen ihre Schwangerschaft publik gemacht und ihre Karriere für beendet erklärt.

An Spielerinnen mit höherklassiger Erfahrung mangelt es im Kader von S04-Trainer Stefan Colmsee aber auch ohne Islacker nicht. Laura Radke (26) hat in der Bundesliga für Essen, Leverkusen, Duisburg und Potsdam gespielt. Pauline Dallmann (28) war im Oberhaus für Borussia Mönchengladbach am Ball, ihre Zwillingsschwester Jule spielte erstklassig in Mönchengladbach und Essen. Pya Rybacki (26) hat ebenso für den MSV Duisburg in der Bundesliga gespielt wie Lucy Karwatzki (21). Beide waren anschließend auch für den Zweitligisten VfL Bochum im Einsatz.

Auch Alessandra Vogel (25) hat eine Zweitliga-Vergangenheit beim VfL Bochum, Jolina Opladen (27) stürmte im Unterhaus für Borussia Bocholt. Und natürlich sind da die drei Spielerinnen, die vor dieser Saison vom FSV Gütersloh nach Gelsenkirchen wechselten: Nele Schmidt (25) und Lilly Stojan (24) wurden zu Stammspielerinnen, Demi Pagel (23) kam krankheitsbedingt bislang nur zu vier Einsätzen.

Auch wenn der FSV Gütersloh nichts gegen die Außenseiterrolle einzuwenden hat, rechnet er sich doch etwas aus. „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, bemüht Co-Trainer Matthias Kaiser eine Floskel und gibt sich selbstbewusst: „Natürlich ist Schalke gut besetzt, aber wir können ihnen ein Bein stellen.“

Besonders der jüngste 3:1-Sieg in der Frauen-Regionalliga West beim ebenfalls favorisierten Tabellenfünften SGS Essen U 21 hat den Optimismus genährt. Vor allem der starke Auftritt der Gütersloher Youngster hat Trainerin Britta Hainke und ihrem Assistenten gefallen. „Die jungen Wilden sind in der Liga angekommen“, urteilt Matthias Kaiser und schwärmt von der Gruppe um Greta Hohensee, Anna Stockmann, Anna-Sophie Schindler und Hannah Leßner: „Es ist schön zu sehen, wie sie sich entwickelt haben.“

Die personelle Situation beim FSV ist nicht schlecht. Zwar fällt Kapitänin und Linksverteidigerin Elina Büttner weiterhin mit ihrer Sprunggelenksverletzung aus, aber sonst sind alle Spielerinnen einsatzfähig.

Foto-Quelle: Boris Kessler/FSV Gütersloh 2009

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