Drittligist nimmt nach schweren Vorkommnissen offiziell Stellung.
Drittligist SC Verl verurteilte jetzt „die schweren und völlig inakzeptablen Vorkommnisse im Gästebereich“ beim Heimspiel am Mittwoch gegen den FC Hansa Rostock (1:2) mit deutlicher Schärfe. Die Ereignisse überschatteten den sportlichen Rahmen erheblich, führten zu zwei Spielunterbrechungen und stellten eine ernsthafte Gefährdung für Spieler, Mitarbeitende und Zuschauer dar.
Dazu schreibt der Verein:
„Bereits in der ersten Halbzeit wurde unser Spieler Timur Gayret von Anhängern des Gastvereins mit einer Schnapsflasche beworfen. Kurz darauf wurde Berkan Taz mit dem Inhalt eines Bierbechers überschüttet. Nach der Halbzeitpause kam es im Gästeblock zu einem Brand, der ein sofortiges Eingreifen der Feuerwehr erforderte und eine weitere Spielunterbrechung nach sich zog.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat beide Vereine zu einer Stellungnahme aufgefordert. Der Sportclub Verl wird diese fristgerecht einreichen und die Vorfälle umfassend dokumentieren.
Vorstand Mario Lüke erklärt dazu: „Leider ist es im Rahmen des Spiels noch zu weiteren Zwischenfällen gekommen. Die Anhänger von Hansa Rostock haben Schäden im fünfstelligen Bereich hinterlassen. Insbesondere sind Zäune, Imbisswagen und Sanitäranlagen teilweise stark beschädigt worden. Laut Aussagen des Sicherheitsdienstes sind Mitarbeiter teilweise massiv bedroht worden.“
Der Sportclub Verl übernimmt die Reparatur der beschädigten Einrichtungen selbst – obwohl die Verantwortung eindeutig bei den Verursachern liegt. Mario Lüke ergänzt: „Hansa Rostock hat bereits Kontakt zu uns aufgenommen, wir stehen im Austausch über die Vorkommnisse.“
Der Sportclub Verl macht unmissverständlich deutlich: Solche Vorfälle überschreiten jede Grenze dessen, was im Fußball tolerierbar ist. Gewalt, Bedrohungen und mutwillige Sachbeschädigungen haben in unserer Sportclub Arena keinen Platz. Wir erwarten eine konsequente Aufarbeitung und klare Maßnahmen, um derartige Ereignisse künftig zu verhindern. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, Ordnern und Mitarbeitenden, die trotz der schwierigen Situation besonnen und professionell gehandelt haben.“
Foto-Quelle: Christian Geschke/SC Verl
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