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SC Preußen Münster stellt neuen Namen für Nachwuchsabteilung vor

Talente des Traditionsklubs nun im „Leistungszentrum Münsterland“.


Fußball-Zweitligist SC Preußen Münster versteht sich nicht nur als sportliches Aushängeschild seiner Heimatstadt. Die Farben Schwarz-Weiß-Grün strahlen weit über die Stadtgrenzen hinaus ins gesamte Münsterland – sie stehen für Leidenschaft, Gemeinschaft und den Willen, etwas zu bewegen. Das gilt ebenso für den Nachwuchs der Adlerträger: Denn genau wie ein Großteil der Fans stammen auch zahlreiche Jugendspieler aus den Kreisen rund um die Domstadt. Um dieser engen Verbundenheit künftig noch deutlicher Ausdruck zu verleihen, tritt die Nachwuchsabteilung des SCP ab sofort unter dem Namen „Leistungszentrum Münsterland“ (LZM) auf – gefördert von einer Versicherung. Die jahrzehntelange Bezeichnung „YOUNGSTARS“ ist damit Geschichte.

„Die Marke ‚Youngstars‘ klingt im ersten Moment ganz cool“, gesteht Janis Hohenhövel, Sportlicher Leiter Jugend, betont jedoch: „Der Weg in den Berufsfußball ist enorm weit, voller Herausforderungen und nur wenigen vorbehalten. Das Gefühl von ‚jungen Stars‘, das dieser Name vermittelt, entspricht nicht unserer Haltung – und nicht der täglichen Arbeit, die notwendig ist, um eines Tages im LVM-Preußenstadion auf dem Rasen anzukommen und unseren Adler auf der Brust zu tragen.“

Ein neuer Name musste deshalb her. Nach einem intensiven Rebranding-Prozess mit Unterstützung der Agentur “Kopfkunst“ fiel die Wahl bewusst auf den klaren und bodenständigen Titel „Leistungszentrum Münsterland“, der die regionale Identität des Vereins und seiner Jugendabteilung – seit dem letzten Sommer von der Deutschen Fußball Liga (DFL) offiziell als Leistungszentrum anerkannt – stärker denn je betont.

Leitgedanke „Talent verpflichtet“

„Wir verstehen uns als Anlaufstelle für die talentiertesten Spieler und Trainer aus dem gesamten Münsterland – regional verwurzelt und zugleich leistungsorientiert“, beschreibt Hohenhövel das Selbstverständnis des Leistungszentrums. Der Leitgedanke „Talent verpflichtet“ trägt diesen Anspruch. Wie Hohenhövel erklärt, ist diese Botschaft in mehrfacher Hinsicht zu verstehen: „Wir wollen die größten Talente für den Verein verpflichten. Gleichzeitig sind unsere Trainer und Begleitpersonen verpflichtet, diese Talente bestmöglich zu fördern. Und ebenso verpflichten wir die Spieler, verantwortungsbewusst mit ihrer Gabe und ihrem Potenzial umzugehen. Das heißt: Grenzen austesten, das Beste aus sich herausholen, fleißig sein und Widerstände überwinden.“

Das LZM will seine Spieler in den Mittelpunkt stellen, gemeinsam wachsen und Zukunft gestalten – mutig, engagiert und verantwortungsbewusst. „Getreu dem Motto ‚Alle zusammen für Preußen Münster‘ machen Menschen hier den Unterschied – auf und neben dem Platz“, betont Hohenhövel. Daraus erwächst in der täglichen Arbeit die DNA des Leistungszentrums Münsterland, die Spieler, Trainer und Staff-Mitglieder auf ihrem Weg verinnerlichen.

Neben der sportlichen Entwicklung erfährt deshalb auch die Persönlichkeitsentwicklung eine große Bedeutung. „Das LZM ist unser sportliches und kulturelles Rückgrat. Hier erlernen und prägen Spieler, Trainer und Funktionsträger die DNA unseres Klubs, um sie dann – wenn der Schritt möglich und sinnvoll ist – in die Lizenzmannschaft zu transportieren. Jano ter Horst als Spieler oder Tim Geidies und Alex Beilenhoff als Trainer sind tolle Beispiele, wie wir unsere Leistungsträger und Identitätsstifter in unterschiedlichen Bereichen selbst ausbilden“, stellt Ole Kittner, Münsters Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation, heraus und betont: „Dieser Weg hat in der jüngeren Vergangenheit viele spannende Talente auf und neben dem Platz hervorgebracht. Mit dem LZM investieren wir nicht nur in die sportliche Zukunft, sondern stärken auch die Kultur des Vereins.“

Über „Preußenweg“ in den Profifußball

Wer den Anforderungen des LZM gerecht wird, erhöht seine Chancen, über den „Preußenweg“ den Schritt in den Profifußball zu schaffen. Dieser klar definierte Entwicklungsweg hält für jeden Spieler die Möglichkeit offen, auch später noch in das Leistungszentrum zu wechseln.

Jano ter Horst kam beispielsweise erst zur U 15 zum SC Preußen und gehört inzwischen fest zur Startelf der ersten Mannschaft. Nicolai Remberg stieß erst in der U 19 zu den Adlerträgern und spielt inzwischen für den Hamburger SV in der Bundesliga. Beide eint ein unverhandelbarer Grundsatz der Ausbildungsphilosophie: Kein Weg führt an der U 23, dem „Flaggschiff des Leistungszentrums“, vorbei. „Für alle Nachwuchsspieler ist die U 23 das wichtigste Zwischenziel. Sie ist die Plattform, um sich für die Lizenzmannschaft zu empfehlen“, unterstreicht Hohenhövel den Stellenwert der Oberliga-Mannschaft.

Regionalität als wichtiges Merkmal

In der Zweitvertretung des SC Preußen profitieren die jungen Talente von einer eng gelebten Verzahnung zwischen Leistungszentrum und Lizenzbereich. Mit Hohenhövel selbst, aber auch Sören Weinfurtner (Leitung LZ), Kieran Schulze-Marmeling (Cheftrainer U 23), Ole Kittner (Geschäftsführer Sport), Jan Uphues (Sportdirektor) und David Niehues (Technischer Direktor) wird dieses Zusammenspiel von Münsteranern und Münsterländern jeden Tag mit Leben gefüllt.

Ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass der Titel „Leistungszentrum Münsterland“ weit mehr ist als ein Label – er steht für eine klare Haltung und eine regionale, verbindende Ausbildungskultur, die den SC Preußen Münster auszeichnet. In Zukunft mehr denn je.

Foto-Quelle: SC Preußen Münster

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