Englischer Gast gilt im Dr. Busch-Memorial für Dreijährige als Favorit.

Mit dem Familien-Renntag der Sparkasse Krefeld startet der Krefelder Rennclub an diesem Sonntag (26. April) auf der Galopprennbahn im Stadtwald in seine Turfsaison 2026. Im Mittelpunkt einer acht Rennen umfassenden Karte steht mit dem Dr. Busch-Memorial ein „Hochkaräter“ für Dreijährige. Die Spitzenpferde des Derby-Jahrgangs treffen in dieser mit 55.000 Euro dotierten und über 1.700 Meter führenden Prüfung erstmals in der Saison aufeinander. Rennclub-Präsident Horst Wittfeld sagt zum Saisonauftakt: „Es kommen 95 Pferde in acht Rennen an den Start, die Vorzeichen für einen tollen Start ins Rennjahr sind bestens.“
Über eine Nachnennung rückte der im englischen Newmarket von George Scott trainierte Commander‘s Intent noch ins Feld, womit sich die Starterzahl auf sieben erhöhte. Und Commander’s Intent, für den man den deutschen Jockey-Champion Lennart Hammer-Hansen engagierte, ist für das hiesige Aufgebot ein harter Brocken. Der Engländer würde sagen, „hard to beat“, schwer zu schlagen. Bereits im letzten Jahr war der Gast aus England nach zwei Siegen in seiner Heimat in Deutschland am Start, musste im Iffezheimer Renate und Albrecht Woeste-Zukunfts-Rennen nur dem deutschen Spitzen-Zweijährigen Gostam den Vortritt lassen.
Da Gostam am Sonntag nicht am Start ist – er wird am 1. Mai in München auf einem weiteren Weg in die Saison starten – sollte im Dr. Busch-Memorial der Weg zum Sieg über Commander’s Intent führen, auch wenn er bei seinem Saisondebüt Mitte April in Newmarket in den prestigeträchtigen „Craven Stakes“ über Rang fünf von fünf Startern nicht hinauskam, allerdings länger für eine Platzierung in Frage kam.
Vom deutschen Aufgebot dürfte der im letzten Jahr im mit 200.000 Euro dotierten Iffezheimer Ferdinand Leisten-Memorial siegreiche Loucas (Foto) mit Rene Piechulek am höchsten einzustufen sein. Auf der Stadtwald-Rennbahn war Loucas, der dem Gestüt Ittlingen (Werne) von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann gehört, im letzten Sommer zudem auf Anhieb erfolgreich. Schlenderhaner Farben trägt der frische und überzeugende Mülheimer Sieger Sonic Boom, der Schützling des Kölner Trainers Peter Schiergen geht unter Bauyrzhan Murzabayev ins Rennen. Henk Grewe sattelt mit Asker (Leon Wolff) und Charleston (Martin Seidl) zwei Pferde, wobei nach Reiterverteilung wohl Asker höher einzustufen ist. Seguro (Benjamin Marie) und Simply Best (Eduardo Pedroza) vervollständigen das Feld im Dr. Busch-Memorial, das als 5. Rennen um 13.22 Uhr gestartet wird.
Veranstaltungsbeginn bereits 10.30 Uhr
Da es sich um einen PMU-Renntag handelt und somit die ersten fünf Rennen live nach Frankreich übertragen und dort auch bewettet werden können, beginnt die Krefelder Saisoneröffnung bereits um 10.30 Uhr. Die Boxen für das erste Rennen öffnen sich um 11.14 Uhr. Dabei handelt es sich um eine Prüfung für auf Gras dreijährige sieglose Pferde. Die Betonung liegt in der Ausschreibung auf Gras, denn mit Manni’s Boy kommt ein Pferd an den Start, dass während der Wintersaison auf der Dortmunder Sandbahn erfolgreich war und somit in dieser Prüfung starten darf. Es würde nicht wundern, wenn Manni’s Boy, den Peter Schiergen für das Gestüt Ittlingen trainiert und mit Bauyrzhan Murzabayev ins Rennen geht, auch auf Gras als Erster die Ziellinie passiert. Stadtwald-Trainerin Erika Mäder sattelt Nouvelle Nathaly, die als Debütantin in einer Außenseiterrolle steht.
Der Run der Ställe auf das mit 15.000 Euro dotierte Premium Handicap für die unterste Klasse war so groß, dass man das Rennen mit jeweils 15 Startern geteilt hat. In der ersten Abteilung und somit im 4. Rennen wird die „Wettchance des Tages“ mit einer garantierten Auszahlung von 10.000 in der Viererwette angeboten. Der fünfmal in Folge siegreiche Artistic Mission aus dem Stall von Christian von der Recke (Weilerswist) ist unter Nina Baltromei, die bei den letzten Siegen bereits im Sattel saß, erneut das zu schlagende Pferd.
Der „Transformations-Pokal“ ist in der siebten Tagesprüfung ein gut besetztes und sehr offenes Rennen, in dem Mademoiselle Rouge und Mister Wonderful nach aktuellen Formen auf jeden Wettschein gehören. Aus dem Krefelder Stall von Hans Blume geht Banshie und dem in sehr guter Form reitenden Benjamin Marie ins Rennen. Im abschließenden „Sportförderungs-Rennen“ trägt Blue Ocean Dream die Farben des Krefelder Stalles Samt und Seide. Mit dem talentierten Amateurreiter Matthew S. Johnson im Sattel ist der fünfjährige Wallach durchaus ein Siegkandidat.
Großes Unterhaltungsprogramm
Wie immer wird von der Sparkasse Krefeld auf dem Freigelände für die Besucher ein vielfältiges Event- und Gastroprogramm angeboten. Wie zum Beispiel Basketballspiel, Riesen-Rollen-Rutsche, Piratenschiff, Kinder-Ketten-Karussell, Bastelaktionen im Pavillon, Torwandschießen, Kletterturm, Baby-Hüpfburg, Heißer Draht, Entenangeln oder Nagelbalkenschlagen.
Die Dame, die noch eine ausgefallene Kopfbekleidung sucht, wird am Stand von Hutmacherin Kirsten Geisel kompetent beraten. Für die Erwachsenen befindet sich auf dem Freigelände eine Wettschule, die über die einzelnen Wettarten informiert.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Krefelder Rennclub
MSPW – Media Sportservice Von NRW nach ganz Deutschland – kompetent und brandaktuell

