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Galopp Krefeld: 8.800 Besucher sorgen für Rekordkulisse im Stadtwald

Außenseiter Asker gewinnt Dr. Busch-Memorial für Dreijährige.


Die äußeren Bedingungen beim Familien-Renntag auf der Galopprennbahn in Krefeld hätten bei strahlendem Sonnenschein nicht besser sein können. Im Mittelpunkt stand mit dem Dr. Busch-Memorial ein echtes Krefelder Traditionsrennen. Die mit 55.000 Euro dotierte Prüfung über 1.700 Meter war das erste Rennen der höchsten Kategorie für die Dreijährigen in der laufenden Saison. Gewonnen wurde es vom gleichen Team wie im letzten Jahr – vom Kölner Trainer Henk Grewe und Jockey Leon Wolff. 2025 waren diese beiden mit Namaron erfolgreich gewesen, diesmal war es der im Besitz von Denis Cengiz stehende Asker, der sich den Sieg in diesem großen Frühjahrs-Klassiker sicherte.

Als drittlängster Außenseiter im Feld setzte sich der Aclaim-Sohn zur Quote von 121:10 gegen Gestüt Ittlingens Loucas (Waldemar Hickst/Rene Piechulek) durch. Im Finish war es zwischen diesen beiden hin und her gegangen. Auf der Linie war es so eng, dass die Zielfotografie zu Hilfe genommen werden musste. Und diese sah einen Kopf-Vorteil zugunsten von Asker. Eine Länge hinter den beiden Erstplatzierten kam der favorisierte englische Gast Commander’s Intent (George Scott/Thore Hammer-Hansen) auf den dritten Platz vor dem weiteren Außenseiter Seguro und dem Mitfavoriten Sonic Boom.

„Ich wusste auf der Linie nicht, ob ich gewonnen habe. Die ganze Gerade ging es hin und her, im Ziel hatte er den Kopf vorne. Das ist ein schönes Geburtstagsgeschenk für Familie Cengiz“, so Leon Wolff nach dem Rennen über dem Sieger, der nun die klassischen „German 2.000 Guineas“ in Köln ansteuern wird. „Nach dem Mülheimer Laufen war ich schon etwas enttäuscht, aber der Trainer hat damals zu mir gesagt, dass er erst bei 60 Prozent sei, und er das Busch-Memorial gewinnen würde“, ergänzte Denis Cengiz, dessen Vater Mehmet am Sonntag Geburtstag feierte, nach dem Rennen.

Heimsieg für Neu-Krefelderin
Einen Krefelder Sieg gab es beim Saisonauftakt auch. Das war im sechsten Rennen der Fall. Denn die mit 10.000 Euro dotierte 1.300 Meter-Prüfung ging durch Many A Year in den Stall von Trainerin Kim-Lynn Nakelski. Die 28-Jährige, die zuvor in Düsseldorf stationiert war, trainiert seit einigen Wochen ein kleines Aufgebot im Stadtwald. Im Sattel von Many A Year war Amateurreiter Matthew Sebastian Johnson, der der Ehemann von Kim-Lynn Nakelski ist. Beinahe hätte es eine halbe Stunde später sogar den zweiten Krefelder Treffer an diesem Tag gegeben, doch Hans-Albert Blumes Banshie belegte „nur“ den zweiten Platz hinter der Favoritin Mademoiselle Rouge.

Dreimal Hammer-Hansen
Der erfolgreichste Aktive des Tages war Jockey Thore Hammer-Hansen. Der deutsche Jockey-Champion der letzten beiden Jahre gewann das erste Rennen des Tages mit dem von Henk Grewe trainierten Favoriten Silver Impact, gewann dann für Trainer Christian von der Recke aus Weilerswist mit Brakeman auch die zweite Tagesprüfung und war schließlich auch noch im letzten Rennen des Tages der Siegreiter von Darling Jay. Hier hätte es beinahe einen Sieg für den Krefelder Stall Samt und Seide gegeben, doch Blue Ocean Dream, das Pferd der traditionsreichen Krefelder Besitzergemeinschaft, kam einen Tick zu spät und belegte den zweiten Platz.


Auch Dank der großen Freikarten-Aktion der Sparkasse Krefeld platzte die Stadtwald-Rennbahn aus den Nähten. 8.800 Besucher sorgte für eine Kulisse, die man so schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen hat. Das große Spiel- und Spaßprogramm der Sparkasse Krefeld begeisterte auch die jungen Besucher. Aber es wurde auch kräftig gewettet: Am Ende des Tages bilanzierte man in den acht Rennen einen Gesamtumsatz von 252.878 Euro. Auch das ist aus der jüngeren Vergangenheit eine rekordverdächtige Zahl.

Foto-Quelle: Marc Ruehl

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