Auch Vorjahressieger Alleno und Zuckerhut sind am Sonntag am Start.
An diesem Sonntag (3. Mai) um 13.30 Uhr beginnt der Premium-Renntag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch. Aus sportlicher Sicht richten sich alle Blicke der Turf-Fans vor allem auf den Sauren Dachfonds Preis. In dem mit 70.000 Euro dotierten Rennen der höchsten Kategorie über 2.400 Meter (fünftes Rennen, Start gegen 16.05 Uhr) gibt kein Geringerer als der amtierende Derby-Sieger Hochkönig (Foto) nach einer langen Rennpause sein Comeback. Dabei kommt der Polish Vulcano-Sohn unter seiner ständigen Reiterin Nina Baltromei, die 2025 als erste Frau das „Blaue Band“ in Hamburg-Horn gewinnen konnte, erstmals wieder an den Start.
Deshalb dämpft auch Hochkönigs Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder ein wenig die Erwartungen. „Wir fahren ohne Druck nach Köln. Er präsentiert sich in sehr guter Verfassung, ist aber noch nicht bei 100 Prozent. Aber Hochkönig wird gut laufen, soviel kann ich sagen. Ob es für den Sieg reicht, bleibt abzuwarten. Wir sehen sein Laufen auch als Aufbaustart für ein Engagement in Iffezheim bei Baden-Baden.“
Zu den namhaften Startern zählt zweifellos auch Zuckerhut aus dem Kölner Quartier von Trainer Peter Schiergen mit Jockey Bauyrzhan Murzabayev. Der letztjährige Triumphator im traditionsreichen Union-Rennen dürfte mit der kürzlich gewonnenen Kondition aus Berlin nunmehr ein ernsthaftes Wort mitsprechen können. Das gilt ebenso für den von Marcel Weiß in Mülheim trainierten Vorjahres-Sieger Alleno (Sibylle Vogt). Der Ittlinger kann seinen Titel aus dem Vorjahr durchaus verteidigen und zählt auf jeden Fall zum Favoritenkreis nach seinem sehr gelungenen Aufbaustart im Grand Prix-Aufgalopp am Ostermontag.
Mit besten Aussichten sattelt ferner der Weidenpescher Trainer Henk Grewe den Lokalmatador Enzian, der für den Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren antritt. Dass der „Enzian blüht“, bewies er bereits unlängst mit einem zweiten Rang im Grand Prix-Aufgalopp. Gut möglich, dass es diesmal sogar zu einem vollen Erfolg reicht. Die Voraussetzungen mit Jockey-Champion Thore Hammer-Hansen im Sattel könnten kaum besser sein.
Vier Nachnennungen für Schwarzgold-Rennen
Mit blühend weißer Weste – zwei Starts, zwei Siege – tritt Gestüt Röttgens dreijährige Stute Wintersonne im zweiten sportlichen Höhepunkt des Tages unter Jockey Martin Seidl an. Allerdings muss sie im Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (70.000 Euro, 1.600 Meter, drittes Rennen, Start gegen 15 Uhr) einen weiteren Karrieresprung bewältigen. Dies ist ihr in jedem Fall zuzutrauen, machten ihre Siege in Frankreich doch einigen Eindruck.
Gleich vier Nachnennungen für diese Prüfung erreichte das Sekretariat des Kölner Renn-Vereins. Sehr interessant ist dabei aus deutscher Sicht die Stute Alpenveilchen. Sie wird mit dem viermaligen deutschen Champion Bauryzhan Murzabayev antreten und dürfte eine äußerst ernstzunehmende Kandidatin sein.
Was allerdings genauso für die französische Interessen vertretenden Alma Mater (Trainer: Pierre Groualle) mit Jockey Antoine Hamelin, Kendelya (Nicolas Caullery) mit Thomas Trullier im Sattel sowie Times Jubilee (Victoria Head) gilt, die Pierre Bazire reiten wird.
Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, meint: „Der Weg zu diesem Rennen war eine wahre Achterbahnfahrt. Wir waren uns nie sicher, welche Stuten nun tatsächlich an den Start kommen werden. Mit vier Nachnennungen können wir natürlich sehr gut leben. Dennoch bleibt es hoffentlich die Ausnahme, dass es so wenig nationale Vertreterinnen in diesem besonderen Rennen gibt.“
Aus deren Reihen präsentierte sich auch Santa Catarina bereits mit guter Form. Ihr zweiter Rang beim Saisondebüt sollte ihr alle Chancen einräumen, um in diesem ausschließlich für dreijährige Stuten ausgeschriebenen Rennen entscheidend mitzumischen. Salonglaenzende komplettiert das Feld der sieben Starterinnen. Eine besondere Attraktion in dieser Prüfung bildet noch ein Freisprung zum Hengst Alson, der im Gestüt Fährhof (Sottrum) deckt. Diesen spendiert das Bergheimer Gestüt Schlenderhan dem Züchter der Gewinnerin. Insgesamt werden ab 14 Uhr acht Prüfungen im Weidenpescher Park durchgeführt.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Kölner Renn-Verein
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