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Galopp Krefeld: Danylov siegt für mehr als 80 Besitzer am Ladies‘ Day

Hutprämierung sorgte erneut für besonderen Höhepunkt.


Bei herrlichem Frühlingswetter fand im Krefelder Stadtwald am Samstag der zweite Renntag der Krefelder Galopprennsaison 2026 statt. Beim „Ladies‘ Day“ konnte der Krefelder Rennclub 1997 dabei rund 4.200 Besucher auf seiner Bahn begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der „Range Rover Evoque Cup“, eine Prüfung über 2.050 Meter. Das mit 11.500 Euro dotierte Rennen war aus sportlicher Sicht vor allem deshalb interessant, weil mit dem von Peter Schiergen in Köln trainierten All Square ein Dreijähriger, der noch eine Nennung für das Deutsche Derby hat, gegen die älteren Pferde antrat.

Der Hengst aus dem traditionsreichen Gestüt Schlenderhan (Bergheim) ging als klarer Favorit ins Rennen, musste sich aber mit dem zweiten Platz begnügen. Stärker als er war der von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Danylov. Der wenig geprüfte Vierjährige siegte unter Michael Cadeddu als 172:10-Außenseiter. Bei der Siegerehrung wurde es dann richtig voll im Absattelring, denn Besitzer ist der „Galopp Club Deutschland“, die bekannteste Besitzergemeinschaft hierzulande. Rund 20 der über 80 Mitglieder dieser Gemeinschaft waren in den Stadtwald gekommen, um ihr Pferd anzufeuern.

Die erste Tagesprüfung, das „Rennen des Winzerkellers Auggener Schäf, Markgräferland“ für dreijährige Pferde über 1.200 Meter, ging in den Stall von Trainer Bohumil Nedorostek (Hannover), für den der Debütant Spartaner unter dem vierfachen deutschen Championjockey Bauyrzhan Murzabayev nach Kampf gegen die Favoritin Dark Brunette siegte. Der einzige Krefelder Starter in diesem Rennen, Marian Falk Weißmeiers Super Marcy, belegte den dritten Platz. In diesem Rennen kamen lediglich vier Pferde an den Start, was natürlich für den Veranstalter wenig erfreulich war, denn entsprechend war der Umsatz in dieser Prüfung relativ niedrig. „Wir fühlen uns hier schon von den Trainern im Stich gelassen. Einerseits wünschen sie sich, dass wir derartige Rennen ausschreiben, aber dann kommen keine oder kaum Nennungen“, heißt es von Seiten des Rennclubs, der in Zukunft von seiner Möglichkeit Gebrauch machen wird, bei fünf oder weniger Nennungen ein ausgeschriebenes Rennen ausfallen lassen zu können.

Debütant Englishman siegt für Gestüt Ittlingen

Ein ganz besonderes Rennen war die zweite Tagesprüfung, denn mit dem „Josef Kappel-Erinnerungsrennen“ gedachte man einem erfolgreichen ehemaligen Trainer. Josef Kappel, der als Trainer mehr als 500 Rennen gewann und 2006 an den Folgen eines Autounfalls verstarb, war von 1983 bis 1999 Trainer im Stadtwald. Zu „seinem“ Rennen erschien auch seine Ehefrau Marlies bei der Siegerehrung. Gewonnen wurde das Dreijährigen-Rennen über 2.350 Meter von dem Debütanten Englishman, den Marcel Weiß (Mülheim) für das Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann betreut. So hieß es diesmal nicht „Englishman in New York“ wie der Welthit von Sting, sondern „Englishman in Krefeld“. Geritten wurde der Hengst, der sich damit auch für das Deutsche Derby ins Gespräch brachte, von Sibylle Vogt.

Erfolgreichste Jockeys des Tages waren mit jeweils zwei Siegen Bauyrzhan Murzabayev und Michael Cadeddu. Neben dem Treffer mit Spartaner gelang dem gebürtigen Kasachen Murzabayev noch der Sieg im vierten Rennen, dem „Preis des Wachdienst Krefeld Esters“, einem Rennen über 1.700 Meter. Hier siegte er mit der von Toni Potters trainierten Dana Delight. Cadeddu schnappte sich noch das letzte Rennen des Tages, eine Prüfung über 2.350 Meter, den er mit der in den Niederlanden von Philip Jonkhart trainierten Schimmelstute Fairy Grey gewann. Hier gab es noch eine Platzierung für einen Krefelder Stall, als die von Hans-Albert Blume trainierte Cintaria Platz drei belegte.

Trotz der beiden kopfschwachen Felder zu Beginn der Veranstaltung kam der Rennverein am Ende auf einen doch noch sehr positiven Gesamtumsatz von 142.897 Euro. Die erstmals angebotene „Trackside Beats“ am Pavillon auf dem Freigelände fand eine starke Resonanz.

Bei bestem Wetter sorgte die Hutprämierung beim „Ladies’ Day“ (Foto) erneut für einen besonderen Höhepunkt. Aus einer Vorauswahl von 50 Teilnehmerinnen sowie 15 Kindern wurden die drei schönsten und außergewöhnlichsten Hutkreationen ausgezeichnet. Die Auszeichnung für den schönsten Hut gewann Pia Cymermann aus Bottrop. Bei den Kindern durften sich Ella und Ida aus Mönchengladbach über die Auszeichnung freuen.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Krefelder Rennclub

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