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Rot-Weiss Essen: Ben Hüning „wichtiger Spieler für die Zukunft“

Trainer Uwe Koschinat hat hohe Meinung vom Innenverteidiger.


Im 37. Saisonspiel blieb der Drittigist Rot-Weiss Essen beim 1:0 im Verfolgerduell gegen den SC Verl erst zum sechsten Mal ohne Gegentreffer. Eine Quote, die für einen Aufstiegsaspiranten eigentlich unzureichend ist. Zum Vergleich: Lukas Jonsson vom Meister VfL Osnabrück spielte schon 19-mal zu Null, Benjamin Uphoff (FC Hansa Rostock) zwölfmal und Maximilian Braune vom Tabellendritten MSV Duisburg, der mit RWE punktgleich in das Saisonfinale am 16. Mai geht, immerhin elfmal.

Dennoch dürfen die Essener weiterhin von der Rückkehr in die 2. Bundesliga träumen, weil es Trainer Uwe Koschinat (54) nach dem krassen Absturz mit drei Niederlagen und 5:13 Toren mit seinen Umstellungen gelang, die Hintermannschaft wieder zu stabilisieren. Kurios: Ausgerechnet gegen die erfolgreichste Offensive der Liga (Verl mit 79 Treffern) hielt RWE – wie schon beim 0:0 im Hinspiel – erneut hinten dicht.

Neben einem gut aufgelegten Torhüter Jakob Golz (27), der nicht permanent im Blickpunkt stand, in den entscheidenden Situationen aber auf dem Posten war, überzeugten in der neuformierten Dreierkette vor allem Ben Hüning (Foto/21) und Tobias Kraulich (27), die beide erstmals seit Anfang April wieder zur Startformation gehörten. War damals ein 1:0-Derbysieg gegen den MSV Duisburg gelungen, kehrte RWE diesmal gegen starke Verler in die Erfolgsspur zurück. „Wir mussten in einigen Phasen leiden“, räumte der im Winter von Borussia Dortmund II an die Hafenstraße zurückgekehrte Hüning später ehrlich ein: „Es hat aber richtig Spaß gemacht, gegen diesen Gegner zu verteidigen. Ich denke, mit dieser Leistung können wir zufrieden sein. Das muss aber auch dauerhaft unser Anspruch sein.“

Obwohl Hüning insgesamt erst zum vierten Mal von Beginn an auflaufen durfte (aus diesen vier Begegnungen holte RWE zehn von zwölf möglichen Punkten), hat er bei Trainer Koschinat auch als Typ schon einen Stein im Brett. „Ben ist sehr ehrgeizig, verfolgt hohe Ziele und arbeitet jeden Tag hart an sich“, lobte der Fußball-Lehrer: „Er hat gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für die Zukunft von Rot-Weiss Essen werden kann.“ Von daher dürfte es durchaus auch als Signal gewertet werden, dass Hüning erstmals den Vorzug vor Routinier Michael Schultz (32) erhielt. Der Kapitän blieb 90 Minuten auf der Bank.

Ein weiteres Talent, mit dem Hüning schon in der Saison 2022/2023 in der Essener U 19 gemeinsam auf dem Platz stand, rechtfertigte seine – noch etwas überraschendere – Nominierung eindrucksvoll. Weil die Sprunggelenkverletzung bei Mittelfeld-Anführer Klaus Gjasula (36) nicht rechtzeitig abgeklungen war, durfte Eigengewächs Gianluca Swajkowski (21) erst zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit von Beginn an ran – und krönte seine gute Leistung mit dem erlösenden Siegtreffer.

Foto-Quelle: Rot-Weiss Essen

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