Ben Hüning trifft in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg bei Absteiger SSV Ulm.

Der Aufstiegstraum von Rot-Weiss Essen lebt. Das Team von Trainer Uwe Koschinat kletterte am 38. und letzten Spieltag in der 3. Liga durch den 3:2 (2:2)-Auswärtserfolg beim bereits feststehenden Absteiger SSV Ulm 1846 Fußball noch auf Relegationsplatz drei. Weil der direkte Aufstiegskonkurrent MSV Duisburg nicht über ein 1:1 gegen den FC Viktoria Köln hinaus kam, zogen die Rot-Weissen noch vorbei. Der FC Energie Cottbus beendete die Saison nach dem 1:0 beim SSV Jahn Regensburg auf dem zweiten Rang. Damit tritt RWE am 22. und 26. Mai in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth, den Tabellendrittletzten der 2. Bundesliga an.
Vor 13.918 Zuschauern im Donaustadion, darunter mindestens 4.100 mitgereiste RWE-Fans, entwickelte sich ein wahrer Nervenkrimi. Zunächst belohnte Torben Müsel (2.) die Rot-Weissen für eine von Beginn an überlegen geführte Partie mit der frühen Führung. Innerhalb weniger Minuten gerieten die Rot-Weissen jedoch nach Toren von Lucas Röser (28., Foulelfmeter) und Dennis Chessa (35.) plötzlich ins Hintertreffen. Nach dem zweiten Tor von Torben Müsel (40.) an diesem Tag ging es mit einem 2:2 in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang war RWE klar am Drücker. Ulms Torhüter Christian Ortag ließ die Partie mit zahlreichen guten Paraden aber zum Geduldsspiel werden. Auch nachdem beim SSV Lukas Mazagg wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte kassiert hatte (71.), wollte der Ball für einen dritten Treffer zunächst nicht über die Linie. Nach einer Standardsituation ließ Ben Hüning (90.+2) die Rot-Weissen aber doch noch jubeln.
„Obwohl wir wahnsinnig viele Möglichkeiten für weitere Tore hatten, war es am Ende ein Kraftakt“, sagte Uwe Koschinat im Interview bei MagentaSport. „Wir haben jetzt 70 Punkte auf dem Konto und sind damit auch zurecht in die Relegation. Darüber dürfen wir uns auch freuen. Das Team hat bis zum Schluss an die Chance geglaubt. Jetzt gilt der volle Fokus den beiden Relegationsspielen, die eine deutschlandweite Aufmerksamkeit bekommen werden. Egal welcher Gegner kommt: Es wird für ihn an der Hafenstraße kein leichter Gang.“
Die komplette Zusammenfassung lesen Sie hier.
MSPW – Media Sportservice Von NRW nach ganz Deutschland – kompetent und brandaktuell

