Timeforshowcasing gewinnt als 31:10-Chance 106. „German 1.000 Guineas“.

Mit dem Sieg der dreijährigen Stute Timeforshowcasing (Foto) zum Totokurs von 31:10 in den 106. „German 1.000 Guineas“ (125.000 Euro Preisgeld, 1.600 Meter) ging der zweite Klassiker der deutschen Galopprennsaison am Sonntag in Düsseldorf nach England. Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen gewann die von Charlie Johnston in Middleham für Jaber Abdullah trainierte Klassestute mit tollem Endspeed unter Jockey Jack Mitchell sicher mit eineinhalb Längen. Die nachgenannte französische Gaststute Indifferente (Yann Barberot/Hugo Journiac) landete auf Rang zwei, während die Irin Sky Watch Platz drei belegte. Als beste deutschen Pferde liefen Arborea unter Wladimir Panov und Wintersonne unter Martin Seidl auf den Rängen vier und fünf ein.
Es war der fünfte Sieg beim achten Start für Timeforshowcasing. Ihr Trainer Charlie Johnston gewann erstmals die „German 1.000 Guineas“ und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Mark Johnston, der dieses Rennen in den Jahren 2018 und 2020 gewinnen konnte.
Charlie Johnston (Trainer Timeforshowcasing) sagte: „Wir hatten das Rennen für sie schon länger auf dem Schirm. Der Jockey hat einen tollen Ritt gezeigt. Wir mussten zwar noch etwas zittern, als die Zweite etwas besser aufkam, aber unser Pferd hat auch bestens zurückgekämpft.“
Jack Mitchell (Reiter Timeforschowcasing) erklärte: „Wir hatten ein Traum-Rennen, sie hat dann sehr gut beschleunigt und sehr stark gekämpft. Ich habe zwar gemerkt, dass das andere Pferd kam, aber wir waren nie in Gefahr.“
Bärenstarker Chiefland löst Derby-Ticket
Das Derby Trial über 2.200 Meter gilt als eine der interessanten Derby-Vorprüfungen im Land. Und schon vor dem Rennen galt der dreijährige Hengst Chiefland aus dem Stall von Liberty Racing 2024 Gold als Favorit. Der Schützling von Trainer Henk Grewe (Köln) enttäuschte seine zahlreichen Besitzer nicht, profitierte dabei vor allem von einem perfekten Rennverlauf, der ihm von seinem Reiter serviert wurde. Siegjockey Leon Wolff kommentierte: „Wir hatten schon immer eine gute Meinung von ihm. Er hat seinen eigenen Kopf, das gefällt mir auch.“ Chiefland sei noch nicht bei 100 Prozent und soll nach Angaben seines Trainers Henk Grewe nunmehr direkt ins Derby gehen. Stehen könne er.
Bereits im einleitenden Rennen gab es für Albrecht Woeste und seinen Stall Grafenberg allen Grund zum Jubeln. Zuvor hatte seine Stute Cladonia unter Jockey Michael Cadeddu einen sehenswerten Schlussakkord zum Sieg an den Tag gelegt. Sascha Smrczek trainiert die dreijährige Cracksman-Tochter am heimischen Grafenberg. Beim Stelldichein der Düsseldorfer Gesellschaft im Teehaus und auf der Aussichtsterrasse gaben sich zahlreiche Prominente die Klinke in die Hand.
Der dritte Tageshöhepunkt, eine Steherprüfung über 2.900 Meter, ging an den Kölner Stall von Trainer Andreas Suborics. Unter Stalljockey Benjamin Marie hatte die vierjährige Stute Blue Lips die größten Reserven und gewann das mit 22.000 Euro dotierte Handicaprennen in überzeugender Manier.
Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, zeigte sich beeindruckt von diesem klassischen Renntag: „Es ware ein besonderer Festtag des Galopprennsports, nicht nur für die Düsseldorfer Gesellschaft. Besonders die internationale Resonanz unseres Stutenklassikers war außergewöhnlich.“
Die nächste Galopprennveranstaltung auf dem Düsseldorfer Grafenberg findet am Samstag, 20. Juni, statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann das Diana Trial, eine mit 30.000 Euro dotierte Prüfung für dreijährige Stuten.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Düsseldorfer Reiter- und Rennverein
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