29-jährige Abwehrspielerin verlässt Absteiger nach 277 Einsätzen.
Die SGS Essen hat mit Helen Börner (Foto) den nächsten Zugang für die kommende Saison in der 2. Frauen-Bundesliga verpflichtet. Die 19-Jährige wechselt vom FC Carl Zeiss Jena zum Mitabsteiger nach Essen, bei dem sie unter anderem auch auf ihre bisherige Teamkollegin Anja Heuschkel treffen wird.
Börner fühlt sich im Sturmzentrum oder auf den Flügeln am wohlsten und kam für den FCC in der abgelaufenen Saison auf neun Einsätze in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Nun will die Offensivspielerin, die auch schon zwei Spiele für die deutsche U 19-Nationalmannschaft bestritten hat und im Sommer gemeinsam mit den Essenerinnen Lany Bäcker, Leonie Köpp und Julie Terlinden zur U 19-EM nach Bosnien und Herzegowina reisen wird, bei der SGS den nächsten Schritt machen.
„Wir freuen uns sehr, dass sich Helen für den Weg bei der SGS entschieden hat“, sagt der Sportliche Leiter Daniel Kraus. „Mit ihrer Geschwindigkeit und Dynamik sowie einer gesunden Zweikampfhärte passt sie sehr gut in unser neues Team.“
Nach 14 Jahren endet dagegen mit dem Abgang von Lena Ostermeier eine Ära bei der SGS. Seit 2012 spielte die Abwehrspielerin für die Lila-Weißen – erst in der Jugend und seit 2013 auch als fester Bestandteil des Bundesliga-Teams. 277 Spiele absolvierte Ostermeier, erzielte sieben Tore und kassierte gerade einmal zwölf Gelbe Karten. Die in Schwerte geborene Ostermeier, die während ihrer Zeit in Essen auch erfolgreich ihre Promotion absolvierte, wird die SGS als Spielerin mit den zweitmeisten Einsätzen der Vereinsgeschichte im Sommer verlassen und ein neues Kapitel in ihrer sportlichen Laufbahn aufschlagen.
Für die 29-Jährige, die wie kaum jemand anders für die SGS und ihre Werte stand und den Verein damit maßgeblich prägte, ist der Abschied ebenfalls eine Zäsur. „Es ist etwas Wehmut dabei, da ich eine so lange Zeit bei der SGS verbracht habe und hier quasi aufgewachsen bin“, verrät Ostermeier. „Aber irgendwann ist es einfach an der Zeit, um etwas Neues zu wagen. Darauf freue ich mich nun auch.“
„Lena ist ein Gesicht der SGS, war über Jahre hinweg Leistungsträgerin und auch – im positiven Sinn – kritische Begleiterin der Entwicklung bei uns im Verein“, betont Daniel Kraus. „Sie hat großen Anteil an unserer erfolgreichen Bundesliga-Geschichte und bleibt als harte Arbeiterin mit klarer Spielidee auf dem Platz in Erinnerung. Neben dem Platz steht sie im besonderen Maße für den dualen Weg hier bei uns, den sie mit ihrer Promotion abgeschlossen hat.“
Foto-Quelle: SGS Essen
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