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SC Preußen Münster: Schaufenster erzählen Stadiongeschichte

Illustrationen sind noch bis zum 4. Juli in der Innenstadt zu sehen.


Seit dem 1. Juni und noch bis zum 4. Juli zeugen elf spezielle Schaufenster sowie vier Geschäftsfassaden rund um den Prinzipalmarkt und die Lambertikirche von der Vergangenheit des Stadions an der Hammer Straße, der Spielstätte des künftigen Drittligisten SC Preußen Münster. Pünktlich zum Jubiläum erzählt der Ausstellungsrundgang „100 Jahre Preußenstadion“ anhand hochwertiger Illustrationen des Künstlers Robert Nippoldt die Stadiongeschichte – von der Einweihung im Jahr 1926 über legendäre Sport- und Kulturevents bis hin zum Spatenstich des aktuellen Umbaus.

Das Projekt, das auf eine Initiative der Fangemeinschaft Preußen Münster zurückgeht und vom Namenspartner des Preußenstadions maßgeblich unterstützt wird, ist das Resultat einer aufwendigen und akribischen Zusammenarbeit, die vor zweieinhalb Jahren begann.

„Wir sind sehr froh, mit dieser Ausstellung die lange und zugleich vielfältige Geschichte unseres Stadions zum 100-jährigen Jubiläum gebührend würdigen zu können“, sagt Burkhard Brüx, Präsidiumsmitglied sowie Koordinator Fanbelange und Mitglieder des SC Preußen, der an der Organisation der Ausstellung maßgeblich beteiligt war. „Ohne den Einsatz aller Beteiligten und die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Münster, der Kaufmannschaft sowie dem Künstler Robert wäre das nicht möglich gewesen.“

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Fangemeinschaft und aus allen Stadionbereichen entwickelte Jörg Weichelt, der das Projekt ehrenamtlich betreute und als „Herzensangelegenheit“ beschreibt, die Idee zur Ausstellung und arbeitete in der Folge gemeinsam mit Andreas Caruso, Marc André Dütschke, Martin Paul, Philipp Nulle, Torben Maunz sowie Martina Spicher in Zusammenarbeit mit dem SC Preußen Münster an der Planung, Konzeption und Umsetzung des Projektes. Die Organisatorinnen und Organisatoren entwickelten die Idee kontinuierlich weiter, platzierten die Ausstellung bewusst in der Innenstadt, wo sie Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern der Stadt unmittelbar ins Auge fallen soll. Anschließend begann die intensive Recherche zur Stadiongeschichte, bei der das Team einige Herausforderungen zu bewältigen hatte.

„Die größte Herausforderung war dabei die Beschaffung von Informationen über die 1920er- und 30er-Jahre. Es galt, die großen Lücken in der Historie zu füllen, gerade auch aus der NS-Zeit, über die es kaum Material gab. Aber genau das waren letztlich auch die spannendsten Momente der Recherche“, so Weichelt über das dunkelste Kapitel der Stadion- und Vereinsgeschichte, das am Stadtmuseum unter dem Titel „Kriegsjahre – Missbrauch des Stadions“ beleuchtet wird.

Neben der Informationsbeschaffung stellte sich schnell die Frage nach der passenden Darstellung. Hierbei trat der Verein an den renommierten Zeichner und Buchkünstler Robert Nippoldt aus Münster heran. Dieser hatte bislang kaum Berührungspunkte mit dem SCP. „Das Projekt klang aber zu schön, um es abzulehnen“, gibt Nippoldt zu. Daraufhin setzte er sich intensiv mit dem Klub, dem Stadion und seinen Fans auseinander. „Ich habe es total genossen, in diesen Teil der Stadtgeschichte einzutauchen, all die Geschichten zu lesen und zu hören und am Ende auch nachzuzeichnen“, erzählt Nippoldt, der die Zusammenarbeit hervorhebt: „Wie das Projekt gewachsen ist, hat mich beeindruckt. Jetzt freue mich darauf, durch die Stadt zu laufen und Freunden sowie Familie die Geschichte dieses Stadions entlang der Bilder zu erzählen.“

Diese Vorfreude ist auch bei Weichelt spürbar: „Aus einer reinen Museumsausstellung ist ein riesiges Projekt geworden. Wir bringen die historischen Stationen unserer Heimat direkt in die Schaufenster der Stadt. Ich hätte niemals gedacht, dass das Ganze einmal so groß und im Stadtbild so sichtbar werden würde.“

Foto-Quelle: SC Preußen Münster

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