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Galopp Iffezheim: Henk Grewes Wikinger sichert sich Silberne Peitsche

Hengst hatte vor drei Jahren Ferdinand Leisten Memorial gewonnen.
Die Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden und Wikinger (Foto) – das passt einfach zusammen. Vor knapp drei Jahren hatte der Hengst dort das Ferdinand Leisten Memorial, Deutschlands höchstdotiertes Auktionsrennen, gewonnen. Am Finalsonntag des Frühjahrs-Meetings sicherte sich der inzwischen von Henk Grewe in Köln für die Cometica AG der Familie Helber trainierte Fünfjährige als 62:10-Chance die Casino Baden-Baden Silberne Peitsche.

Fünfter Treffer für Thore Hammer-Hansen

Dieses mit 30.000 Euro dotierte und über 1.200 Meter führende Rennen, ein wichtiger Test für die Casino Baden-Baden Goldene Peitsche im Rahmen der „Großen Woche“, entwickelte sich zu einer enorm spannenden Partie, in der Wikinger (fünfter Meetingstreffer für Jockey Thore Hammer-Hansen) den größten Speed entwickelte.

„Er scheint Baden-Baden zu mögen“, meinte Hammer-Hansen. „Wir hatten ein ideales Rennen. Wikinger hat schön angepackt, ich konnte ihn lange verstecken. Er ist ein sehr beständiges Pferd.“

Trainer Henk Grewe fügte hinzu: „Ich hätte nicht gedacht, dass er auf der schnellen Bahn gewinnt, denn auch weichem Boden ist er noch besser. Aber Wikinger besitzt ein riesengroßes Herz. Er könnte nun in Hamburg starten.“

War Bride ging kurz wie die Siegerin, ehe sie noch abgefangen wurde. „Es sah schon super aus, aber sie konnte nicht so lange versteckt werden“, erklärte Assistenztrainer „Kiki“ Trybuhl (Mülheim). Stark dabei blieb als Dritte auch Bacarda.“Das konnte sich beim ersten Versuch in dieser Klasse sehen lassen“, signalisierte Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh). Schützenzauber wurde auf der Geraden reiterlos, doch war Jockey Rene Piechulek erfreulicherweise schnell wieder auf den Beinen. Allerdings musste er wegen Prellungen seine weiteren Ritte absagen.

Sina Schmidt eröffnet neue Rennserie

Den ersten Lauf der neuen Rennserie „The Golden Horse Amazons Series“ sicherte sich Sina Schmidt auf der Außenseiterin Manon des Bois.

Abacus in Richtung Derby?

Exakt einen Monat vor dem Deutschen Derby starteten in der einleitenden 2.400-Meter-Prüfung mit Abacus und Worrington zwei Hoffnungen für das „Blaue Band“, die schließlich auch die Entscheidung unter sich ausmachten. Am Ende hatte der für Liberty Racing 2024 Platin angetretene Abacus (27:10) das bessere Ende und wehrte unter Rene Piechulek den favorisierten Worrington sicher ab. „Er bleibt im Derby startberechtigt, genauso wie in einem Auktionsrennen in Hamburg. Wir hoffen, dass er einen weiteren Sprung macht. Zuletzt hatte er eine kleine Operation, daher musste er etwas pausieren. Wir werden in Ruhe entscheiden, was wir machen“, sagte Manager Lars-Wilhelm Baumgarten.

Celine Johne trumpft bei den Nachwuchsreitern auf

Reiterinnen und Reiter bis maximal 30 Jahre dürfen beim Mehl-Mülhens-Nachwuchsförderpreis mitmachen. In einem Lauf zu diesem Wettbewerb (1.600 Meter) zeichnete sich Celine Johne auf Sven Straßmeiers Superjet aus (68:10), der noch hauchdünn an Najem Shalghoda vorbeikam.

Immer wieder Romy van der Meulen

Unübertroffen ist die Stallform von Trainerin Romy van der Meulen aus den Niederlanden, wobei nach dem Erfolg von Cuban Lynx (Thore Hammer-Hansen/67:10) in einem 1.600-Meter-Rennen die Freude besonders groß war, da er auch die Farben seiner Betreuerin trägt. Zega Top, Thalia und See Ares machten die Viererwette komplett, die 12.866:10 Euro brachte.

Auch im 2.000 Meter-Rennen sattelte Romy van der Meulen den Sieger: Thekingofmyheart (129:10) ließ unter Enzo Crublet Start-Ziel nichts anbrennen. Go Flying, Lynario, Garvey und Next Eagle komplettierten die erstmals in Iffezheim ausgespielte QUINTETT-Wette, die erneut nicht getroffen wurde.

Aber das war noch nicht alles, denn auch Miami Heat (77:10) reihte sich in die Erfolgsserie von Romy van der Meulen ein. Tagessieg Nummer drei bedeutete den fünften Coup in Folge für den so enorm verbesserten Wallach, der im 1.200 Meter-Sprintrennen Start-Ziel gegen Vinnare und Tulpar jederzeit neu beschleunigte.

„Iffezheimerin“ Ostseesonne zum dritten Mal in Folge

Eine sensationelle Entwicklung legt die von Gordan Batistic in Iffezheim vorbereitete Ostseesonne (41:10) hin, denn in einem 15.000 Euro-Rennen holte sich die Lady des Stalles Grey Goose mit Sibylle Vogt ihr drittes Rennen hintereinander.

Erneut starkes Umsatzergebnis

Der Wettumsatz in den zehn Rennen am Sonntag belief sich auf 874.009 Euro. Allein der Bahnumsatz kletterte um rund 13 Prozent. Insgesamt gab es ein Tagesplus von über 20 Prozent gegenüber 2025.

Die „Große Woche“ 2026 wird das nächste Highlight in Iffezheim sein. Fünf Renntage erwarten die Turffreunde vom 30. August bis 6. September.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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