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Rot-Weiss Essen: Klaus Gjasula kickt künftig für TSG Hoffenheim II

Vertrag wurde auf Wunsch des 36-jährigen Routiniers aufgelöst.
Drittligist Rot-Weiss Essen verabschiedet Klaus Gjasula (Foto). Der eigentlich noch bis zum 30. Juni 2027 gültige Vertrag des 36-Jährigen wird auf Wunsch des defensiven Mittelfeldpielers in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Klaus Gjasula war im Januar 2025 vom Zweitligisten SV Darmstadt 98 an die Hafenstraße gewechselt und kommt in eineinhalb Spielzeiten auf wettbewerbsübergreifend 48 Einsätze, in denen er zwei Tore erzielte und fünf weitere Treffer vorbereitete. In der zurückliegenden Spielzeit kam der frühere albanische Nationalspieler auf ein Tor und zwei Vorlagen in 29 Einsätzen.

Marcus Steegmann, Essens Direktor Profifußball, sagt: „Klaus kam in einer sportlich angespannten Situation zum Verein und sollte uns als erfahrener Spieler auf und neben dem Platz dabei unterstützen, wieder stabiler zu werden. Diesen Erwartungen ist ‚Gjasu‘ sportlich wie menschlich mehr als gerecht geworden. Als der Spieler mit dem Wunsch auf uns zukam, seinen Vertrag aufgrund von familiären Angelegenheiten aufzulösen, hatten wir die Möglichkeit, ihm etwas zurückzugeben. Somit stand es für uns nicht zur Debatte, dass wir hier zu einer einvernehmlichen Lösung kommen und diesem Wunsch entsprechen werden. Wir danken ‚Gjasu‘ für seinen Einsatz und seine Energie, die er jeden Tag mit auf den Platz und in die Kabine getragen hat, und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Klaus Gjasula selbst sagt: „Ich bin dem Verein, den Fans, den Mitarbeitern und meinen Mitspielern unheimlich dankbar für die Zeit hier in Essen, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe. Als ich zu RWE gekommen bin, befand sich der Verein in keiner einfachen Situation. Aus dieser haben wir es zusammen herausgeschafft und eine großartige Saison gespielt, in der es leider nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat. Aber manchmal gibt es Themen, die wichtiger und größer sind als der Fußball, die jetzt meine Aufmerksamkeit benötigen. Aus diesem Grund möchte ich meinen Lebensmittelpunkt wieder näher in die Region verlegen, in der ich aufgewachsen bin. Ich danke dem Verein, dass wir zusammen eine passende Lösung gefunden haben. Ich wünsche RWE sportlich für die Zukunft nur das Beste.“

In der kommenden Saison wird es ein Wiedersehen geben: Gjasula schließt sich der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim an, die ebenfalls in der 3. Liga an den Start geht. „In Klaus Gjasula gewinnen wir einen sehr erfahrenen Mittelfeldakteur für unsere U 23, der im Fußball bereits sehr viel erlebt hat und zudem die 3. Liga sehr gut kennt“, sagt Frank Kramer, Direktor Sport der TSG Hoffenheim. „Klaus hat mehr als 50 Spiele in der Bundesliga absolviert, war über Jahre in der 2. Bundesliga und 3. Liga am Ball und darüber hinaus für sein Heimatland Albanien bei einer Europameisterschaft im Einsatz. Das ist nur eine kleine Auswahl seiner hohen Erfahrungswerte, von denen künftig unsere jungen Spieler im U23-Kader enorm profitieren werden. Klaus soll der sehr jungen Mannschaft als Achsenspieler Halt und Orientierung geben.“

Klaus Gjasula meint: „Ich freue mich sehr, zur TSG Hoffenheim zu wechseln und künftig für die U23 in der 3. Liga zu spielen. Wer sich mit Fußball beschäftigt, weiß, welch gute Arbeit bei der TSG geleistet wird, insbesondere in der Nachwuchsförderung. Das hat zuletzt unter anderem der Meistertitel der A-Junioren untermauert. Ich sehe meine Aufgabe künftig auch darin, den jungen Spielern in der U 23 zur Seite zu stehen, ihnen beim Schritt in den Erwachsenenfußball zu helfen und sie mitzuentwickeln. Gleichzeitig gehe ich die Aufgabe mit großem sportlichen Ehrgeiz an. Ich kenne die 3. Liga sehr gut und weiß, worauf es ankommen wird. Ich möchte meinen Beitrag leisten, dass wir neben der individuellen Förderung der Spieler auch als Team eine erfolgreiche Saison spielen und unsere Ziele erreichen. Ich freue mich darauf, in Hoffenheim unter Top-Bedingungen arbeiten zu dürfen. Abschließend ist es ein wichtiger persönlicher Schritt, dass wir mit unserer Familie künftig wieder näher an unserer Heimat leben werden und unsere engsten Angehörigen und Freunde nun wieder öfter sehen können.“

Foto-Quelle: Marcel Rotzoll

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