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SC Preußen Münster und DJK Wacker Mecklenbeck bündeln Kräfte

Kooperation der Klubs soll leistungsorientierten Frauenfußball stärken.


Drittligist SC Preußen Münster und die benachbarte DJK Wacker Mecklenbeck aus der Frauen-Regionalliga West haben sich darauf verständigt, ihre Kräfte künftig zu bündeln, um dem leistungsorientierten Frauenfußball in der Region eine klare und nachhaltige Perspektive zu geben. Im Mittelpunkt dieser Entscheidung steht eine gemeinsame Überzeugung: Der leistungsorientierte Frauenfußball soll in Münster dauerhaft einen festen Platz bekommen – mit professionellen Rahmenbedingungen, klarer sportlicher Perspektive und einer starken organisatorischen Verankerung.

Wacker Mecklenbeck hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Standort für den Frauen- und Mädchenfußball etabliert und umfangreiche Aufbauarbeit geleistet. Gleichzeitig sind die Anforderungen an leistungsorientierten Fußball – besonders mit Blick auf Infrastruktur, Professionalisierung und Entwicklungsmöglichkeiten – deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund ist die Erkenntnis gereift, dass der nächste Entwicklungsschritt nur mit einer starken Partnerschaft gelingen kann, die die notwendigen strukturellen Voraussetzungen langfristig bieten kann.

„Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir den eingeschlagenen Weg im leistungsorientierten Frauenfußball nachhaltig weiterentwickeln können“, erklärt Nicolas Hendricks, 1. Vorsitzender der Fußballabteilung in Mecklenbeck. „In diesen Gesprächen ist deutlich geworden, dass eine Bündelung der Kräfte mit Preußen Münster die beste Perspektive für Spielerinnen und den Standort insgesamt bietet.“

Auch beim SC Preußen Münster verfolgt man bereits seit längerer Zeit das Ziel, den Frauenfußball strategisch aufzubauen. Die Gespräche beider Vereine haben gezeigt, dass es eine gemeinsame sportliche Vision gibt. Die geplante Kooperation sieht vor, die leistungsorientierten Teams – erste Mannschaft, zweite Mannschaft und U 17 – perspektivisch beim SC Preußen zu bündeln. Gleichzeitig soll Wacker Mecklenbeck weiterhin eine zentrale Rolle im Mädchen- und Breitensport einnehmen. Beide Vereine verstehen diese Aufteilung ausdrücklich als gemeinsames Projekt, das nur im Zusammenspiel funktionieren kann.

„In den letzten Jahren und Monaten haben wir verschiedene Ideen besprochen und diskutiert, immer mit dem Hintergrund, dass der SC Preußen Münster einen Fokus auf leistungsorientierten Frauenfußball mit großem Engagement legen wird“, so Christian Pander, Vereinspräsident des SC Preußen. „Mit Wacker Mecklenbeck haben wir offene und konstruktive Gespräche geführt, die das Ziel haben, den Frauenfußball in Münster und im Münsterland gemeinsam zu stärken. Deshalb bin ich froh und dankbar, dass wir heute hier über richtungsweisende Perspektiven für den Frauenfußball sprechen können.“

Die Umsetzung dieser Pläne erfolgt nicht kurzfristig, sondern in mehreren Schritten. Ziel ist es, die Integration der leistungsorientierten Teams zur Saison 2027/2028 umzusetzen. Ein zentraler Bestandteil ist die Zustimmung der Verbände. Für die angestrebte Struktur sind Anpassungen in den Regularien erforderlich, die durch den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) sowie weitere Landesverbände bestätigt werden müssen. „Die Gespräche dazu verlaufen konstruktiv, dennoch ist dieser Prozess eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung“, betont Noemi Hutter aus dem Preußen-Präsidium.

„Uns ist wichtig, dass wir diesen Prozess verantwortungsvoll gestalten. Wir wollen keine Schnellschüsse, sondern nachhaltige Strukturen entwickeln, die dem Frauenfußball in Münster wirklich helfen“, so die gemeinsame Linie beider Partner. Die Grundlage dafür bildet ein bereits unterzeichneter Letter of Intent (LOI), der die Ernsthaftigkeit der Zusammenarbeit unterstreicht und den Rahmen für die nächsten Schritte setzt.

Auf dem Foto (Quelle: SC Preußen Münster) von links nach rechts: Sören Weinfurtner (SCP), Nicolas Hendricks (Wacker), Christian Pander (SCP), Noemi Hutter (SCP) und Britta Stein (Wacker Mecklenbeck)

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